Eine Frage der Erde

Hier können Fragen rund um Formicarienbau, Einrichtung und Zubehör gestellt werden.

Eine Frage der Erde

Beitragvon Meve » Montag 2. Februar 2015, 14:40

Hallo,


ich plane ein neues Formicarium für meine Pachycondyla astuta (ja, alter Name), da ihr 30er Würfel zu klein wird.
Nun plane ich ein reines Tropenterrarium mit Erdnest, sodass sich meine Kolonie möglichst natürlich verhalten kann.
Für mein altes Nest habe ich Blumenerde mit altem Terrariumsand gemischt. Funktioniert gut, nur suche ich nun etwas besseres.

Gut wäre natürlich ein Sand/Lehm gemisch, aber ich werde mich bei den Temperaturen bestimmt nicht auf Lehmsuche begeben.
Ich habe aber auch schon einen Haltungsbericht gefunden, bei dem die Tiere in sehr losem Bodengrund (Kokosfasern?) genistet haben. Die Tiere sind da scheinbar recht tollerant.

Meine Frage ist:
Welche Erde oder Bodenmaterial könnt ihr für feuchte Erdnester empfehlen?

Ich möchte kein Material in kleinen Portionen aus onlineshops kaufen, sondern würde lieber in den Baumarkt oder Zooladen gehen.
Ich hatte heute morgen eine Packung von JBL TerraBasis Terrarium-Boden in der Hand, der als Grundsubstanz schon ganz gut aussah.

Habt ihr Ideen oder Tipps?

Danke und viele Grüße

Michael
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Meve
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Re: Eine Frage der Erde

Beitragvon Steffen Kraus » Montag 2. Februar 2015, 15:15

Hallo Michael,

empfehlen kann ich Dir den feuchten roten Sand, wie es ihn überall im zoologischen Handel, von verschiedenen Abfüllern oder Herstellern gibt.
Bitte darauf achten, nur den feuchten! Diesem ist Lehm beigemischt.
Der Sand ist grabfähig, wird hart und man erkennt sehr gut,an der Farbe, wann man wieder bewässern muß.
Darüber kann man dann Material, wie Blätter oder Kokosflocken streuen, was recht natürlich wirkt, ist aber Geschmacksache und jedem selbst überlassen.
Vermischen mit anderen organischen Materialien, mache ich niemals, denn diese können nach einiger Zeit zu schimmeln anfangen!
Bei mir funktioniert das sehr gut und ich habe kein Milbenproblem.
Recht saubere Schicht zum Nestbau und gleichzeitig, die Möglichkeit, das Terrarium naturgetreu einzurichten.
Gruß Steffen
  • 2

,,es ist nicht wichtig, was andere denken wenn man kommt, es ist wichtig was sie denken, wenn man geht!
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Re: Eine Frage der Erde

Beitragvon Krabbeltierfan » Montag 2. Februar 2015, 17:08

Hey,

in der Vergangenheit hatte ich immer wieder Sand-/Lehmmischungen. Das hat auch gut funktioniert, aber auch diese Mischungen sehen nicht so natürlich aus wie man sich das manchmal wünscht. Richtige Erde kann man auch mit "Herp Pottery" mischen. Das ist Tongranulat von "Lucky Reptile".

Das Zeug ist sehr ergiebig, mit diesen 2,5 kg einer Packung kann man locker 20 kg wundervolle Erde mischen und das wird nicht einstürzen. Es geht sicherlich auch Tongranulat anderer Hersteller. Nebenbei: Bei meiner Recherche habe ich erfahren, das Lehm nur eine Mischung aus Ton, Schluff und Sand ist. Tongranulat zu kaufen ist somit sogar sinnvoller. Gegen Schimmel, besonders in Verbindung mit Futterresten, helfen Springschwänze und Asseln wahre wunder.

Grüße
Krabbel
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Re: Eine Frage der Erde

Beitragvon Steffen Kraus » Montag 2. Februar 2015, 17:22

Hallo Krabbeltierfan,

stimmt, da hast Du recht, es sieht ein wenig schöner und natürlicher aus.
Bei mir ist es nur so, das sich in den Schichten, wo das Tongranulat beigemischt ist, sich grüne Algen bilden.
Schädlich ist das, denke ich nicht, kann aber ein Schimmelproblem geben, wenn diese Algen eintrocknen und wieder befeuchtet werden.
Warum das so ist, können andere hier im Forum bestimmt besser erklären,als ich.
Ich kann ja mal ein Foto machen und es Dir senden.
Gruß Steffen
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Re: Eine Frage der Erde

Beitragvon Meve » Dienstag 3. Februar 2015, 19:54

Hallo ihr beiden,


vielen Dank für eure Antworten!
Von rotem oder nicht braunen Bodengrund möchte ich Abstand nehmen.
Auch bringt es erfahrungsgemäß nichts anderes Material darüber zu streuen, da meine Tiere sehr grabaktiv sind und jeglichen Oberflächensubstrat mit Bodensubstrat überlagern.
Da geht bei mir ganz klar Optik über Funktion


Das Produkt von Lucky Reptile kannte ich noch nicht und es ist glaub ich ziemlich genau das was ich suche. :)
Dann werde ich wohl mal eine Investition tätigen und vermutlich werde ich auch darüber berichten.

Asseln werden systematisch gejagt, aber Collembola bleibt am Leben und werden aus dem alten Becken übernommen.

Danke!

Gruß Michael
  • 2

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