Ameisen als Plage – Fakten und Bekämpfungshinweise

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Re: Ameisen als Plage – Fakten und Bekämpfungshinweise

Beitragvon Emse » Montag 30. Mai 2016, 19:44

Ein (noch relativ neuer) Ameisenshop berät seine Kunden unter der Sparte Alternative Ameisenbekämpfung/ Vertreibung wie folgt:

Bitte kein Backpulver verwenden!
Backpulver in Verbindung mit der Körperfeuchtigkeit der Tiere lässt die inneren
Organe der Arbeiterinnen platzen. Diese brutale Methode ist von daher abzuraten,
da nur Arbeiterinnen betroffen sind, und die Königin weiter Nachwuchs produziert.

usw....

.
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Re: Ameisen als Plage – Fakten und Bekämpfungshinweise

Beitragvon Merkur » Freitag 3. Juni 2016, 09:39

Sanierung eines von Ameisen genutzten "Bauschadens" im Holzhaus.

Unter „Bilder des Tages“ hatte ich im April 2016 Schäden an einem Holzhaus durch Camponotus ligniperdus gezeigt: viewtopic.php?f=50&t=79&start=600#p10982
Der Eigentümer hat inzwischen, meiner Empfehlung folgend, eine Sanierung durchführen lassen. Anders als die meisten der von mir beratenen Ameisen-Geschädigten hat er mir dieser Tage einen kleinen Bericht zugesandt. Mehr noch: Ich darf hier zwei von ihm aufgenommene Fotos posten, die für andere Betroffene sicher instruktiv und evtl. hilfreich sein werden. Dafür auch hier ein großes Dankeschön an den Eigentümer (dessen Daten ich hier natürlich nicht angebe).

Holzhaus-1.jpg
Dusche 1
Holzhaus-2.jpg
Dusche 2
Aus der Beschreibung des Eigentümers:
Über dem fliesenfreien Bereich auf dem Fußboden stand die Duschwanne, hinter der linken Seitenwand befindet sich der Kamin, hinter der rechten Seitenwand (Installationswand) die Küche, von dort wurde vor Abbbau der Sanitärelemente (rechte untere Ecke) ein Zugang durch Abbrechen der zerstörten Holzbohlen geschaffen (im Bild ist der rechteckige Zugang- von der Küche aus- zugestellt). Die dunklen, fast schwarzen Bereiche der Holzbohlen sind 'angefressen'. Der Zugang der Ameisen von außen war unterhalb der Installationswand von rechts (2. Bild).

Ich denke,dass damit deutlich wird, wie Feuchtigkeit, morsches Holz und schließlich dessen "Nutzung" durch Ameisen zusammenwirken. Kein "Ameisenmittel" kann die Schäden reparieren oder die weitere Nutzung der Nistgelegenheit durch Ameisen verhindern.

MfG,
Merkur
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Re: Ameisen als Plage – Fakten und Bekämpfungshinweise

Beitragvon Dreadclaudi » Freitag 3. Juni 2016, 10:09

Hallo Merkur,
bitte entschuldige meine späte Antwort und ganz lieben Dank für die Begutachtung der eingesendeten Ameisen.
Natürlich erhofft man sich eine Lösung durch die Bestimmung, jedoch war mir klar, dass bei dieser großen Ameisenpopulation eine dauerhafte Bekämpfung unmöglich ist.
Hatte gehofft, man könne den Bestand zumindest auf ein "gesundes Maß" reduzieren.

Das Kinder durchaus Interesse an Ameisen haben können und dürfen bleibt außer Frage. Meine Tochter ist aber erst drei Monate alt, ihr kann ich leider nicht erklären warum sie massiv bekrabbelt wird wenn ich sie im Garten auf eine Decke lege oder sogar auf dem Tisch im Hof.

Die Ameisenkönigin ist bei uns die Hauswand hochgeklettert. Das macht mir nun auch irgendwie Sorgen, da man liest, sie würde auch das Holz in Bauwerken befallen. Unser Dachstuhl ist momentan noch ungedämmt und ohne Dampfsperre...hoffe nicht, dass die sich dort einnisten. Vielleicht ist meine Sorge auch unbegründet, wenn die sich nur an morsches Holz machen?!

Hat eine genauere Bestimmung der Tapinoma geklappt?
Da ich einmal eine Pflanzenlieferung direkt aus Spanien erhalten habe, ist Ihre Vermutung durchaus denkbar...

Viele Grüße,
Dreadclaudi
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Re: Ameisen als Plage – Fakten und Bekämpfungshinweise

Beitragvon Merkur » Freitag 3. Juni 2016, 14:50

Hallo Dreadclaudi,

Zur Identität der Tapinoma kann ich noch nichts sagen.
Die Camponotus fallax kann z. B. im Dachstuhl nisten, macht aber (nach bisherigen Erkenntnissen) keine massiven Schäden, scheint auch nicht auf solche hinzuweisen.
In Karlsruhe wurde ich vor ca. 15 Jahren mal zu einem Ameisenbefall von Robinien (fälschlich Akazien) einer Allee gerufen. Das Grünflächenamt (oder wie das da heißt) stieß auf die Ameisen beim Fällen stark geschädigter Bäume und machte die Ameisen verantwortlich. Die waren aber wieder mal nur die letzten Nutzer einer Kette von Schadenstiftern: Die Bäume waren von Blattläusen befallen, die ein Virus übertrugen, woran die Bäume erkrankten; Borke löste sich zum Teil. Die Blättern wurden von einer Miniermotte befallen: Für die C. fallax gab's Nistraum unter der Borke, Honigtau von den Blattläusen und tierische Nahrung in Form von Miniermotten. Voilà.
Ich melde mich, wenn ich etwas über die Tapinoma erfahre. Die werden inzwischen nicht weglaufen! :D

MfG,
Merkur
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Re: Ameisen als Plage – Fakten und Bekämpfungshinweise

Beitragvon Trailandstreet » Samstag 4. Juni 2016, 20:28

Wenn ich mir diesen Fall des Holzhauses so ansehe, komm ich zu dem Eindruck, dass hier wohl nachträglich und vor allem unfachmännisch eine Duchkabine eingebaut wurde.
Das Hauptprobelm hier bei solchen Holzbauten ist zum einen, dass man zwar das Holz vor dem Spritzwasser schützen muss, es aber dennoch nicht so dicht bauen darf, dass dann das Kondenswasser stattdessen einen Schaden anrichtet.
So oder so, sanierungsbedürfig wäre das Ganze auf jeden Fall geworden.
Da kann man wohl noch eher von Glück sprechen, dass man durch die Ameisen auf diesen Fall hingewiesen wurde.
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Re: Ameisen als Plage – Fakten und Bekämpfungshinweise

Beitragvon Merkur » Montag 6. Juni 2016, 13:57

Wie es nicht geht:
http://www.zuhause.de/ameisen-bekaempfe ... 1058/index
Heute in den T-online-Nachrichten. :crazy:
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Re: Ameisen als Plage – Fakten und Bekämpfungshinweise

Beitragvon Merkur » Sonntag 19. Juni 2016, 14:53

Ameisenhäufchen im Rasen

Es ist wieder die Zeit. Besorgte Gartenfreunde ärgern sich über die braunen Erdhäufchen im sonst so gepflegten Rasen.

L.-flav.Gart..jpg
Lasius cf.flavus
T.cae.-Garten.jpg
Tetramorium cf. caespitum bei mir im Garten
T.-cae.-RT_6386.jpg
Tetramorium cf. caespitum, jetzt mit Geschlechtstierpuppen.

Der Boden ist durchgefeuchtet, die Puppen „wollen“ warm und trocken gelagert werden, in der Tiefe der Nester wächst weitere Brut heran: Die Ameisen bauen neue Kammern und Gänge und häufen den Aushub oben an, so dass sonnenexponierte, warme und trockenere Kammern entstehen. Selbst die Königinnen sind oft in den „Solarien“ anzutreffen.

Was tun? – Wer nichts gegen die Häufchen tut, ist am besten dran! Der Regen ebnet sie wieder ein, Gras wächst durch, und beim nächsten Mähen ist die Sache ausgestanden (wenngleich das mehrfach im Jahr geschieht).
Umsiedeln mit Hilfe eines umgedrehten Blumentopfes, in dem sich feuchte Holzwolle oder Papier befindet, klappt jetzt am besten. Doch Ameisen kommen immer wieder, zuverlässig.
Eine Empfehlung lautet: Feste drauftreten. Damit kann man die Brut reduzieren, vorübergehend. Was bleibt, ist ein Fleckchen Erde im Rasen, das rasch wieder verschwindet, siehe oben!
Wer sehr empfindsam ist und die armen Tierchen bedauert, sollte bedenken, dass der Rasentraktor (so im Einsatz) denselben Effekt hat. Und wenn der Landwirt seine Wiese mäht, werden zahllose Ameisennester überrollt und platt gemacht.
Die ultima ratio ist Kunststoffrasen. Pflegeleicht, und frei von Ameisenhäufchen. :roll:

Man möge mir verzeihen, dass ich so etwas empfehle! Zahlreiche Anfragen und Beratungswünsche zu lästigen Ameisen in Haus und Garten lassen mich gelegentlich etwas unwirsch antworten. :(

MfG,
Merkur
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Re: Ameisen als Plage – Fakten und Bekämpfungshinweise

Beitragvon LynnLectis » Sonntag 19. Juni 2016, 19:34

Merkur hat geschrieben:Man möge mir verzeihen, dass ich so etwas empfehle! Zahlreiche Anfragen und Beratungswünsche zu lästigen Ameisen in Haus und Garten lassen mich gelegentlich etwas unwirsch antworten. :(


Lieber Merkur,

ich würde solche Anfragen gleich hier ins Forum delegieren, das belebt das Forum und ganz sicher werden noch andere hier Tipps geben können, wenn auch weniger fachlich. Doch als erste Anlaufstelle sollte das genügen. Wer wirklich konkret fachliche Hilfe braucht, muss eben etwas in die Tasche greifen und sich vor Ort um Hilfe bemühen. Ich würde mich diesbezüglich abgrenzen, wenn es zu belastend wird. Es ist sehr viel, was Du hier im Forum an Wissen weitergibst. Das ist nicht selbstverständlich und wird von uns auch sehr geschätzt, wie Du weißt. Ich würde an Deiner Stelle wirklich nur das machen, was Dir Freude macht. :)
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LG Lynn
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Re: Ameisen als Plage – Fakten und Bekämpfungshinweise

Beitragvon Merkur » Sonntag 26. Juni 2016, 10:16

Wie man bei Ameisenbefall im Haus beraten kann:

http://www.ameisenschutzwarte.de/forum/ ... 06&start=0
Bitte um Hilfe bei der Bestimmung (Pharaoameise??) Beitrag verfasst: 24. Jun. 2016, 16:50

Natürlich wären weitere Informationen über die Umstände, ungefähre Ortsangabe, Lage der Befallsstelle in Bezug zu Außenwand, Garten, … wünschenswert. Ohne diese konnte meine Antwort nicht detaillierter werden.

MfG,
Merkur
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Re: Ameisen als Plage – Fakten und Bekämpfungshinweise

Beitragvon Merkur » Montag 11. Juli 2016, 15:01

Möglicherweise schwärmende Myrmica sp.... und wie sie empfunden werden können. :)
http://www.ameisenschutzwarte.de/forum/ ... =22&t=2109
Da weder Ort noch Artzugehörigkeit näher bekannt sind, passt das nicht in den Schwarmflug-Thread. Aber ich wollte Euch den
kleinen Bericht samt meinem Deutungsversuch nicht vorenthalten. ;)

MfG,
Merkur
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Re: Ameisen als Plage – Fakten und Bekämpfungshinweise

Beitragvon Merkur » Mittwoch 20. Juli 2016, 15:43

Dolichoderus quadripunctatus am (im?) Haus

Am 7. Juni 2016 habe ich ein „Bild des Tages“ gepostet, wo eine Arbeiterin von Dolichoderus quadripunctatus bei mir an der Hausecke Richtung Dachgebälk hochkrabbelt: viewtopic.php?f=50&t=79&start=640#p11546 „Attacke“.
Mein Kommentar: Ausgerechnet MEIN! Haus haben sich diese Ameisen ausgesucht, um sich hier einzunisten! - Welche Art? - Leicht zu erkennen!
Noch haben sie Narrenfreiheit; seit drei Tagen beobachte ich ihr Treiben, verschone sie noch mit Gift, Gas und Silikon.
Man muss den Feind und seine Angriffstaktik erst ordentlich beobachten, und so sind sie zunächst nur Forschungsgegenstand.Ich spioniere, sozusagen. (Es kann der Beste nicht in Frieden leben, wenn es den bösen Emsen nicht gefällt!)
Demnächst mehr zu dieser Geschichte, die ich bis vor drei Tagen nicht für möglich gehalten hätte. :roll:

Nun will ich mein Versprechen wenigstens teilweise einlösen. Der Grund für mein langes Schweigen ist allerdings, dass ich mit der Klärung der Situation einfach nicht weiter gekommen bin! :roll:

1u2-D.-4-pct..jpg
Bilder 1 und 2
Die Nordseite des Hauses (zur Straße hin), von W gesehen. Ganz im Hintergrund, mit rötlich-grünem Laub, der Walnussbaum, in dem D. quadripunctatus seit Jahren zu Hause ist. Vorn, vor dem Fallrohr der Dachrinne, ist die Ecke zu erkennen, an der ich unerwartet diese Ameisen hoch- und herunter laufen sah. Am unteren Ende wanderten einzelne Ameisen von dem roten Fliesensockel über den grauen Beton-Randstein bis zu dem Rosenstrauch und an diesem hoch. Gelegentlich krabbelten sie über Blätter und Blüten der Rose, ohne dass ich genauer sehen konnte, ob und was sie da sammelten. Oben an der Hausecke verschwand die „Straße“ unter einem Dachsparren. Darin gibt es (ganz normal) etliche Spalten.
Sie waren einzeln oder zu zweit unterwegs an der Kante, aufwärts und abwärts, anscheinend auf einer Duftspur.

3-D.4-pct_6342.jpg
Bild 3
Nur gelegentlich wichen sie etwas von dem Weg ab um rechts oder links auf dem Putz herum zu suchen.

4-D.-4-pct_6361.jpg
Bild 4
Interessant war die Übergangsstelle unten an der Hauskante: Hier gab es einen schmalen Spalt zwischen dem Randstein und dem Putz auf der 6 cm starken Styropor-Isolierung. Dort gingen die Ameisen ein und aus.

5-D.4-pct._6370.jpg
Bild 5
Aber ein wenig darüber, am Oberrand des Fliesensockels, war noch eine „interessante“ Stelle, ein winziges Loch im Anstrich und Putz: Die zwei Ameisen kamen eben heraus. Ist das etwa ein Zugang zu einer Nestkammer im Styrpor? Oder gibt es unter dem Putz einen Tunnel nach oben zum Dachstuhl?

Leider war ein Experimentieren mit Futter noch nicht möglich: Entweder war es zu kalt und nass, oder zu heiß, oder ich hatte einfach keine Zeit. Bei Temperaturen unter 20°C war keine Ameise zu sehen; wenn es gegen die 26°C ging, wurde der Betrieb auch eingestellt. Und nachdem die Rosen abgeblüht waren, sah man nur noch ganz vereinzelt mal eine Ameise.
So kann ich nur raten, was da abgeht: Ist es eine Zweigkolonie von der (denen) im Nussbaum? Das wäre eine Entfernung von über 10 m, und noch mehr, rechnet man das nötige Auf und Ab dazu! – Oder hat ein Völkchen zwei Nester, eines oben im Dachgebälk und eines unten in der Isolierung?
Ich habe jedenfalls nirgends Beschädigungen gesehen, keinen Auswurf von Styropor oder Futterresten, kein Eintragen von Kleininsekten, kein Umhertragen von Brutstadien, niemals dichter belaufene Straßen. Es ist mir rundum rätselhaft, was diese Ameisen da treiben! (Da ich den Hauseingang mehrfach täglich benutze, sehe ich doch recht oft nach, ob da etwas los ist!)

Noch ist der Sommer nicht vorüber. Die Rose hat neue Blüten angesetzt, und vielleicht ergibt sich auch mal die Gelegenheit zu kleinen Köderversuchen. Zunächst werde ich jedenfalls weder die Öffnungen unten verschließen, noch irgendein Gift einsetzen.
Aber die Erfahrungen zeigen auch, mit welchen Problemen man zu rechnen hat, versucht man „Eintrittspforten“ für Hausameisen zu finden!

Hinweisen möchte ich noch auf einen Thread, in dem Boro über „seine“ D. quadripunctatus berichtet, die u.a. in Rhododendron-Blüten sammelten (21. Mai 2015): viewtopic.php?f=48&t=244#p1475 (Ab April 2014).
So stark, wie am Ende jenes Threads beschrieben, ist der „Befall“ bei mir zum Glück noch nicht! :)

MfG,
Merkur
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Re: Ameisen als Plage – Fakten und Bekämpfungshinweise

Beitragvon Merkur » Samstag 30. Juli 2016, 14:56

Achtung: Dieser Thread wurde der Übersichtlichkeit halber geteilt (Danke an das Team!).

Wer die Diskussion über „Invasive Ameisen: Verbreitungswege und Gegenmassnahmen“ fortsetzen möchte, findet die hier entfernten Beiträge nun unter: viewtopic.php?f=17&t=1402

MfG,
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Re: Ameisen als Plage – Fakten und Bekämpfungshinweise

Beitragvon Merkur » Montag 30. Januar 2017, 10:54

Lasius neglectus (?) – Ein weiterer Befall in Lennetal, Nordrhein-Westfalen

Ameisen bevölkern den Niederheide-Komplex. - Bericht vom 27. Januar 2017

Aus dem Text:
…Und Lasius neglectus hat sich eben im oder unter dem Neuenrader Schul-, Kultur- und Sportkomplex weitläufig ausgebreitet... Es komme zu Verschmutzungen, weil die Tierchen beim Saubermachen Dämmmaterial und dergleichen aufhäufen würden. Im Sommer seien vor allem die fliegenden Tiere dann höchst lästig. Schädlich seien die Tiere höchstens für Pflanzen wegen der Kooperation mit den Blattläusen.

(Der Schädlingsbekämpfer) Thorsten Gsell verweist darauf, dass immer mehr invasive Arten in unseren Gefilden vorkommen würden: Tigermücken in den Rheinauen, Pharao-Ameisen, verstärkt Termiten, orientalische Schaben in den Großstädten wie Essen. Nicht ungefährlich seien die Raupen des Eiche-Prozessionsspinners wegen der Nesselhaare der Raupen. Mit deren massenhaftem Vorkommen habe man im Ruhrgebiet zu tun. Gsell erwähnte auch die Kastanienminiermotte, die auch Einfluss auf das Ökosystem nehme, sie gefährde eben Kastanien. Ursachen seien dabei aber nicht immer die klimatischen Veränderungen sondern auch der Welthandel.
(Genau genommen gehört der weltweite Handel mit Ameisen ja wohl auch zum Welthandel. :( )

Der Bericht weckt bei mir einige Zweifel. Man wird noch etwas abwarten müssen, was wirklich dahinter steht, insbesondere, ob es sich tatsächlich um Lasius neglectus handelt.
Gewisse Widersprüchlichkeiten geben mir zu denken. So ist die Rede von „lästigen fliegenden Tieren“: Die sollte es bei L. neglectus nicht geben; andernfalls würde sich die Art wohl rascher ausbreiten.
Merkwürdig ist auch, dass diese Ameisen jetzt im kalten Januar aktiv sein sollen (oder ist das nur ungeschickt formuliert bzw. zur falschen Zeit veröffentlicht?)
Auf den auch in dem Artikel genannten Link im Ameisenwiki sei ausdrücklich hingewiesen.

MfG,
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Re: Ameisen als Plage – Fakten und Bekämpfungshinweise

Beitragvon Merkur » Dienstag 31. Januar 2017, 18:11

Spurpheromon der invasiven Ameise Lasius neglectus
16.01.2017
Die Erfindung dient zur biologischen Schädlingsbekämpfung gegen die invasive Ameisenart Lasius neglectus, ohne die heimische Art Lasius niger zu beeinflussen.
http://www.innovations-report.de/html/b ... ectus.html
Weitere Informationen: PDF (auf der Seite anklickbar)

EZN Erfinderzentrum Norddeutschland GmbH
Tel.: +49 (0)511/85 03 08 - 0
Ansprechpartner
Dipl.-Ing. Andreas Deutsch

Der TechnologieAllianz e.V. als Verband deutscher Technologie- und Patentverwertungs-Agenturen erschließt Unternehmen das gesamte Spektrum innovativer Forschungsergebnisse nahezu aller deutschen Hochschulen und diverser außeruniversitärer Forschungsstätten. Über 2.000 verschiedene, in der Regel bereits patentierte Technologie-Angebote aus 14 Branchen stehen Unternehmen zur Verfügung, um ihnen einen Zeitvorsprung am Markt zu sichern. Unter http://www.technologieallianz.de bieten die Mitglieder der TechnologieAllianz einen kostenlosen, schnellen und unbürokratischen Zugang zu allen weiteren Angeboten der deutschen Forschungslandschaft ebenso wie gezielte Unterstützung zur erfolgreichen Vermittlung der Technologien.
info@technologieallianz.de | TechnologieAllianz e.V.
--
Da ist also ein „Anmeldeverfahren eingeleitet“ auf das Spurpheromon von L. neglectus. Dem PDF ist nicht viel dazu zu entnehmen. Wissenschaftlich untersucht und publiziert scheint das Pheromon noch nicht zu sein (im Gegensatz zu dem Spurpheromon von L. niger). Die Formeln im PDF sagen wenig aus. Man wird abwarten müssen, wann und ob sich ein Hersteller und Vermarkter für ein Präparat mit dem L. neglectus-Pheromon findet, und ob man damit in der Praxis etwas gegen diese Ameisenart unternehmen kann.
Angeblich ist sie „von L. niger äußerlich nicht unterscheidbar.“ Die Art wurde allerdings 1990 nach morphologischen Merkmalen identifiziert und beschrieben!
MfG,
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Re: Ameisen als Plage – Fakten und Bekämpfungshinweise

Beitragvon Emse » Freitag 3. Februar 2017, 16:23

Ich warte schon lange darauf, dass derlei "Spurpheromone" endlich marktreif sind. Als Lockstoff gezielt eingesetzt (um Fraßgifte für den jeweiligen Schädling attraktiver zu machen), wäre das eine prima Sache. Gegen die Schadameise Linepithema humile gibt es schon seit geraumer Zeit ähnliche Bestrebungen:

Presse: New Method to Stop Argentine Ants
Paper: Development of a Pheromone-Assisted Baiting Technique for Argentine Ants
Patent: Development of pheromone-assisted techniques (pat) to improve efficacy of insecticide baits targeting urban pest ant species

--------------
edit / Frage aus einem Bewertungstext:
"Mir wird nicht klar, welche Funktion das Pheromon ("Botenstoff") normalerweise bei den Ameisen hat. Spur?"

Ein "Komm schnell her!" bzw. "Folge mir!"-Signal?
.
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Re: Ameisen als Plage – Fakten und Bekämpfungshinweise

Beitragvon Merkur » Mittwoch 15. März 2017, 10:24

Tetramorium sp. im Haus, Bekämpfungstipp und Hinweis für Halter!

Ich verlinke hier mal einen Thread aus dem Forum der DASW:
http://www.ameisenschutzwarte.de/forum/ ... 41&start=0

Der Betroffene hat in eigenen Versuchen beobachtet, dass sich zahllose Tetramorium-Arbeiterinnen „begeistert“ auf zerstoßene geröstete Pistazienkerne stürzen (Bericht mit gut brauchbaren Bildern!). Wahrscheinlich liegt das an deren Fettgehalt.

Der Bericht zeigt, dass kommerziell erhältliche Ameisenköder eben nicht für alle „Hausameisen“ gleich gut geeignet sind!

Für Halter von Tetramorium-Arten lässt sich ebenfalls eine nützliche Erkenntnis ableiten:
Es lohnt sich, mit fetthaltigen Sämereien zu experimentieren! Dass Tetramorium Samen eintragen, ist bekannt. Im Ameisenhandel angepriesene Komplett-Futterpräparate nehmen auf solche Besonderheiten bei Ameisen-Arten und -Gattungen wenig Rücksicht.
Es dürfte sich zudem lohnen, über den Jahreszyklus hinweg die Akzeptanz solcher Sämereien zu testen: In dem Bericht geht es um ein Volk, das direkt nach der Winterruhe diese Vorliebe für fetthaltige Samen zeigt (die Tiere überwintern mit Larven, die jetzt angefüttert werden). Ob das über die ganze Aufzuchtperiode hinweg anhält, oder ob später tierische Beute (und Zucker bzw. Honig) bevorzugt wird, wäre auszutesten.
Es gibt viele fett- oder ölhaltige Samen, z. B. Nüsse, Sonnenblumenkerne, Rapssamen usw., auch Erdnussbutter wurde bereits als attraktiv für diverse Ameisenarten genannt.

MfG,
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Re: Ameisen als Plage – Fakten und Bekämpfungshinweise

Beitragvon Merkur » Mittwoch 3. Mai 2017, 14:51

Lasius neglectus bei Mannheim/Ludwigshafen definitiv nachgewiesen!

Am 12. April 2017 hat eine von Ameisen im Haus belästigte Dame im AF und im Forum der DASW berichtet und um Bestimmung und möglichst Abhilfe gebeten.
Der Fall lag nicht einfach; auch ich war nicht in der Lage, die eingesandten Tiere sicher zu bestimmen. Inzwischen hat sich auf meine Empfehlung Herr Dr. Seifert der Sache angenommen und die Tiere als Lasius neglectus bestimmt.
Beate3777 heute im DASW-Forum:
Lieber Herr Buschinger und Herr Heller,
heute habe ich leider das unerfreuliche Ergebnis von Herrn Dr. Seifert erhalten. Es handelt sich tatsächlich um Lasius neglectus.
Nun hoffen wir darauf beweisen zu können, dass das "Problem" beim Verkauf des Hauses schon bestand und auch bekannt war. Ansonsten sehen wir leider sehr alt aus. Die Frage ist auch, ob es sich bei den Ameisen in den anderen Häusern der Straße tatsächlich um die gleiche Art handelt. Und ob man dieses Ergebnis den Nachbarn mitteilen sollte....

Ich möchte damit die ernste Warnung davor verbinden, sich irgendwo polygyne Ameisen einzusammeln oder zu kaufen, die wie Lasius niger aussehen!
Auch bei Auftreten solcher Ameisen etwa in Blumentöpfen aus einem Laden muss man vorsichtig sein. (Leider kann auch eine Lasius niger-Königin mal in einem Blumentopf auf dem Balkon ein Völkchen gründen. Im Zweifelsfall am besten vernichten!).
Noch ist die invasive L. neglectus in D nur lokal verbreitet. Aufgrund ihrer Polygynie und Polydomie mit Zweignestbildung kann ein kleines Teilvolk an einem neuen Ort rasch eine große Population aufbauen! Mit Bekämpfungsmöglichkeiten sieht es sehr dürftig aus, ähnlich wie bei anderen Arten wie Linepithema humile.

Wer den mühsamen Weg zur Identifizierung nachvollziehen möchte, sei auf die diversen Threads verwiesen:

Zum Thread im Forum der DASW:
http://www.ameisenschutzwarte.de/forum/ ... =22&t=2150

Zu dem Thread im AF:
https://www.ameisenforum.de/ameisen-im-haus-t55985.html
Letzte Entwicklung heute:
https://www.ameisenforum.de/ameisen-im- ... ml#p397468

Hinweis hier im AP:
viewtopic.php?f=31&t=1158&p=13977&hilit=neglectus#p13977

Mit der Suchfunktion sind hier im AP weitere Einträge zu Lasius neglectus zu finden.
Besonders interessant:
viewtopic.php?f=31&t=217&start=40#p11062
und nachfolgende Beiträge.

MfG,
Merkur
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Re: Ameisen als Plage – Fakten und Bekämpfungshinweise

Beitragvon Merkur » Sonntag 7. Mai 2017, 17:02

Fortsetzung zu dem Auftreten von Lasius neglectus bei Mannheim/Ludwigshafen:
http://www.ameisenschutzwarte.de/forum/ ... 6828#p6828
Der Befall erstreckt sich also nach dem Befund eines Gutachters bereits über ein sehr großes Gebiet, ganz entsprechend früheren Berichten aus anderen Regionen!

MfG,
Merkur
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Re: Ameisen als Plage – Fakten und Bekämpfungshinweise

Beitragvon Merkur » Freitag 19. Mai 2017, 15:05

Ameisenbekämpfung, Lasius brunneus (Braune Wegameise) und andere:

Hier im Forum der DASW habe ich zuletzt auf eine entsprechende Anfrage geantwortet und weiterführende Links gepostet:
http://www.ameisenschutzwarte.de/forum/ ... 67&start=0

Wer also eine solche Anfrage beantworten möchte, darf diesen Link gerne weitergeben, selbstverständlich auch in andere Foren!
Es ist geradezu albern, wie da oft herumge- und be-raten wird. :crazy: Längst könnte es in allen deutschsprachigen Foren den Betreibern und ihren Teams bekannt sein, dass wir von der DASW uns seit Jahren mit der Problematik von „Ameisen im Haus“ herumschlagen. Im DASW-Forum gibt es auch Informationen zu anderen im Haus anzutreffenden Ameisenarten. Bessere Informationen findet man nirgends! (Falls doch, bitte mir bekannt geben!)

MfG,
Merkur

PS: Bitte diesen Beitrag im Thread oben anpinnen!
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Re: Ameisen als Plage – Fakten und Bekämpfungshinweise

Beitragvon Merkur » Freitag 19. Mai 2017, 17:18

Lasius brunneus – Befall im Badezimmer. Ein Bekämpfungsversuch!

Hier habe ich am 8. Mai 17 unter „Bilder des Tages“ kurz geschildert, wie wir in unserem Badezimmer Besuch von Lasius brunneus entdeckt hatten. Natürlich musste ich etwas dagegen unternehmen; schließlich weiß ich nur zu gut, wie sich ein solcher Befall entwickeln kann! :roll:

Einige Zeit habe ich verstreichen lassen, um zu sehen, ob mein Vorgehen von Erfolg gekrönt ist. Wie zugesagt, will ich nun berichten.
Vorab: Anscheinend hatten wir Glück! Allerdings ist heute mal wieder eine Ameise vor dem Waschtisch herumgekrabbelt…

Chronologisch:
Am 8. Mai 17 morgens nach dem Duschen ein paar Arbeiterinnen von L. brunneus auf der gefliesten Fensterbank im Badezimmer entdeckt (Außentemperatur ca. 9°C). Unter der Fensterbank steht die Badewanne, rundum mit Fliesen eingebaut,links anschließend die Dusche.

1-Fensterecke-518.jpg
Fensterecke innen
In der Fensterecke ist die Verfugung zwischen Rahmen und Fensterbank brüchig. Zugang zu Nest? Ist es unter dem Rahmen oder in der Styropor-Isolierung außen?

8.05. mittags:1 Honigtropfen auf einem Alu-Schälchen (Durchmesser 25 mm) geboten, auf Fensterbank rechts.

2-Fensterecke-503.jpg
Anfütterung


3-Am-am-Honig-517kl.jpg
Honigwasser wird angenommen
Ameisen trinken daran (bis 5 gleichzeitig), laufen in Spalte rechts unten am hölzernen Fensterrahmen. Abends ist Schälchen leer. (Es waren kleine und etwas größere Tiere)

9.05. morgens: Nur eine Arbeiterin zu sehen. Bei aufgekipptem Fenster ca. 12°C. Schälchen neu befüllt mit Honigwasser, leer bis mittags.

Einkauf:
(1) Naturen Ameisen-Köder (Doppelpack mit 2 Köderdosen)
(2) Celaflor-Ungezieferspray (Kontaktspray mit Röhrchen am Sprühkopf zum Einblasen in Spalten. Wirkstoff: Cypermethrin 0,25 Gew.-%, Tetramethrin 0,12 Gew.-%. „Sofort- und Langzeitwirkung“. Als Insektizid wirkt es auch gegen Ameisen.
(3) PROBAU Bau- und Fenster-Silikon, für innen und außen, dauerelastisch.
(Dies ist keine Reklame für bestimmte Mittel! Ich habe sie nur nach Wirkstoffen und erhoffter Brauchbarkeit ausgewählt. – Das Angebot an „Ameisenmitteln“ ist überwältigend; entsprechend viel Kleingedrucktes muss man auf den Packungen lesen!)

9.05., ca. 12:00: Ich habe eine der Köderdosen aufgebrochen um den Inhalt ansehen zu können und beobachten zu können, ob Ameisen den Köder annehmen. Es ist eine Scheibe Watte-ähnlichen Materials, ähnlich einem Bierfilz, das mit einer Flüssigkeit getränkt ist.
Davon habe ich eine kleine Portion mit der Pinzette abgezupft und mit etwas Honig auf ein Schälchen gegeben. Raumtemperatur ca. 22°C.
Ca.14:00: 4-5 Arb. lecken an der Mischung.
Ca. 15:00: Trägermaterial im Schälchen fast trocken. Neu mit Köder + Honig befüllt.
Ca. 17:00: Keine Ameisen zu sehen!

10.05. morgens: Keine Ameisen zu sehen.
Gegen 14:00: Fuge an der Fensterecke mit Kontaktinsektizid ausgesprüht. Danach mit Silikon verschlossen. Dabei torkelte noch eine Ameise vom Badewannenrand hoch!

Außenseite:

4- Fenster-493.jpg
Fenster von außen
Unten geht die Hauswand in einen Kellerfenster-Schacht und ein Kiesbett über, das eigentlich für Ameisen schwer passierbar sein sollte. Auch wurde nie ein Belauf dort festgestellt.

5-Sims-außen-494.jpg
Fenstersims außen, von unten
Alles ist dicht, keine Zugangsmöglichkeit. Oder ist das winzige Loch links vom Fenstersims ein Zugang?

6-Sims-Oberseite-495.jpg
Fenstersims oben
Unter der Führung für die Jalousie und unter dem Fensterrahmen spaltförmige Zugangsmöglichkeit?
Am 10. 05. Außen Fuge zwischen Fensterrahmen und Fenstersims mit Insektizid ausgesprüht. Nicht mit Silikon versiegelt.

Noch 10.05., 15:00: Neue Futterstelle (Honigwasser) auf Badewannenrand (rechts an Wand) angelegt.
Bis17:00 keine Ameise daran.
Bis 19. 05. Meist mehrmals täglich Kontrolle (außer 12.-15. 05. wg. Abwesenheit); Futterschälchen mit Honigwasser steht unberührt.

19.05. morgens: Nach dem Duschen läuft eine Ameise am Boden vor dem Waschbecken. :roll: Hoffentlich nur ein Tier, das nach der Bekämpfungsaktion nicht mehr ins Nest zurück gelangte!

So weit scheinen wir Erfolg gehabt zu haben. Es war wohl ein noch junges Volk, vielleicht von einer Königin unter dem Fensterrahmen gegründet (Zugang bei gekipptem Fenster; Feuchtigkeit durch das tägliche Duschen gegeben), oder im Gurtkasten (rechts in Bild 2), oder im Bauschaum in der Wand neben dem Fensterrahmen? - Ob die Tiere zur Futtersuche nach außen gelangen konnten, weiß ich nicht. Süßes sollte es im Badezimmer nicht gegeben haben. Die rasche Annahme des Honigwassers spricht für ausgehungerte Ameisen!

Haltet mir die Daumen, dass der Erfolg anhält. ;)

MfG,
Merkur
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Suum cuique
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