Rätsel-Thread

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Re: Rätsel-Thread

Beitragvon Merkur » Donnerstag 1. Februar 2018, 12:07

Lösung:

Es handelt sich um ein Osterluzeigewächs, eine Kesselfallenblume ähnlich wie der Aronstab.
Die Behaarung und die Grundfarbe erinnern an etwas Animalisches, Säugetier-ähnliches. Die Pflanze lockt mit Aasgeruch Fliegen etc. an, die hineinkriechen bis in den angeschwollenen Bereich, wo die männlichen und weiblichen Blütenorgane liegen. Die nach innen gerichteten Haare verhindern das Entkommen. Ist die Blüte bestäubt, vertrocknen die Haare, so dass die mit Pollen behaftete Fliege wieder freikommt und in eine benachbarte „Falle“ gehen kann.
Hier ist es ein kretischer Endemit (kommt nur auf Kreta vor), Aristolochia cretica. Aufgrund der Blütenform wird sie „Pfeifenblume“ genannt.
S. a. http://www.kreta-umweltforum.de/Merkbla ... rluzei.pdf

1-Aristolochia-cretica.jpg
Aristolochia cretica
2-Pfeifenblume.jpg
"Pfeifenblume"
Danke für's Mitraten!
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Re: Rätsel-Thread

Beitragvon Merkur » Samstag 10. März 2018, 18:36

Und wieder mal ein Rätsel...

Rätsel-345.jpg
Was kann das sein?
Es kam heute beim Ausheben des Komposts zum Vorschein, an einer der ziemlich verrotteten Latten des Silos.
Das abgebildete Stück ist ca. 10 cm lang.
MfG,
Merkur
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Re: Rätsel-Thread

Beitragvon Reber » Montag 12. März 2018, 13:44

Sind es Kugelpilze. also in Richtung "Kohlebeeren"?
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Re: Rätsel-Thread

Beitragvon Merkur » Donnerstag 15. März 2018, 13:05

Es scheint sich niemand mehr an das Rätsel heran zu wagen? - Die „Vorderseite“ der Ansammlung ist leichter zu erkennen:
Es sind tatsächlich Pilze, und zwar sog. Teuerlinge, auch Brotkorb- oder Vogelnestpilze. Ein Pilzkenner hat sie mir genau bestimmt,
als Tiegelteuerlinge (Crucibulum laeve).

Teuerlinge-347.jpg
Tiegelteuerlinge
Heute, nach molekulargenetischen Daten, zählen diese Pilze zu den Champignon-Verwandten (Agaricales), so wie Champignons,
Parasole, Knollenblätterpilze und die ganzen anderen „Blätterpilze“, aber auch die Boviste. - Ähnlich wie bei den Ameisen
hat man die ganze Systematik verändert. :roll:
MfG,
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Re: Rätsel-Thread

Beitragvon Reber » Freitag 27. April 2018, 11:29

Was ist hier nur geschehen? Die Bienen, welche kopfvoran in den Waben stecken, sind tot. Das Foto habe ich am 2.4. bei der zweiten Kontrolle meiner Bienenvölker aufgenommen. Zuvor gab es eine länger anhaltende Schlechtwetterperiode mit kurzen Unterbrüchen. Bei der ersten Kontrolle an einem milden Tag Ende Februar, hatten alle Völker - wegen der schlechten Trachtlage und dem bevorstehenden Schlechtwetterperiode - eine Ausgleichsfütterung erhalten...

Bienen trauriges Bild.JPG
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Re: Rätsel-Thread

Beitragvon Trailandstreet » Freitag 27. April 2018, 12:09

Klingt eigenartig. Ich würde meinen, sie sind wohl irgendwie dabei kleben geblieben, als sie noch Honig aus den Waben schlürften.
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Re: Rätsel-Thread

Beitragvon Reber » Montag 30. April 2018, 20:40

Dann löse ich mal auf, das Rätsel ist auch schwer:

Denn die Bienen sind verhungert, sie sind während der Futtersuche in den leeren Zellen verendet.Trotz - bzw. gerade wegen der vorangegangenen Fütterung.

Der Grund war Räuberei. Was vor Ort zugegeben viel leichter herauszufinden war, als hier im Thread: Zwei meiner Völker hatten normalen Futtervorrat, das ausgeraubte Volk hatte keinen mehr und in der Folge kaum mehr Brut, die Königin war aber wohlauf. Der Kasten rechts daneben war zum bersten voll mit Futter und mit Brut. Da das Trachtangebot draussen - wie das Wetter - in den vorangegangenen Wochen schlecht war, brauchte man kein Sherlock Holmes zu sein um den richtigen Schluss zu ziehen.

Überraschend war für mich, dass mein stärkstes Volk ausgeraubt wurde. Es sind allerdings auch meine friedlichsten - und fleissigsten bzw. ertragreichsten - Bienen. Die rote Königin ist wohl eine Buckfast-Biene. Das räuberische Volk hat eine dunkle Königin und stammt von einem Schwarm. Bei voll geöffnetem Flugloch, konnte sich das ausgeraubte Volk trotz der vielen Bienen nicht verteidigen.

Ich führe die Räuberei vorerst mal auf schlechte Umstände (langanhaltendes Schlechtwetter, dann gutes aber kaum Tracht) zurück. Vermutlich hatte ich bei dem beraubten Volk zusätzlich unsauber gearbeitet und so die "Räuber" selber auf die Spur gebracht. Unten auf dem Einschubbrett hatte es Zuckerlösung.

Jetzt wo es überall Pollen und Nektar hat, interessieren sich die Bienen nicht mehr für Räuberei - und das ausgeraubte Volk hat sich bestens erholt.

Verhungerte Bienen und kaum Futter in den Waben.JPG
Verhungerte Bienen, keine Brut, kaum Futter beim ausgeraubten Volk...
Viele Bienen.JPG
Viele Bienen...
Gut Brut.JPG
und gut Brut bei den "Räubern".
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Re: Rätsel-Thread

Beitragvon Boro » Dienstag 1. Mai 2018, 06:48

Schöne Fotos! Auf dem 2. u. 3. Foto handelt es sich um eine andere Bienenart, ist das eine Carnica-Biene?
L.G.
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Re: Rätsel-Thread

Beitragvon Boro » Dienstag 1. Mai 2018, 11:08

Imker aufgepasst! Hier haben wir die ultimative Bienen-Pflanze! Obwohl es bei mir im Umkreis von etlichen 100m keinen Imker gibt, ist die Blüte dieses Gehölzes der absolute Renner. Hin und wieder schauen auch Wespen(königinnen) oder sogar Hornissen(königinnen) vorbei; aber interessant: Keine einzige solitäre Biene, keine Hummel!!
Wie heißt das Gehölz, das diese kleinen, unscheinbaren Blüten trägt?
L.G.
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DSC01671.JPG
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Re: Rätsel-Thread

Beitragvon Bielefant » Dienstag 1. Mai 2018, 22:28

Hallo Boro,
mein Tipp: Der Name ist zum Teil tropisch; die Pflanze hat mit Los Angeles zu tun.

Kann das sein?
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Re: Rätsel-Thread

Beitragvon Boro » Mittwoch 2. Mai 2018, 14:51

Nun, es handelt sich um ein in Mitteleuropa heimisches, aber seltenes Gewächs. Es ist immergrün und immer wieder auch in Gärten und Parkanlagen zu finden. In England wird es zu einem bestimmten Zweck verwendet.
L.G.
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Re: Rätsel-Thread

Beitragvon Reber » Donnerstag 3. Mai 2018, 11:32

Boro hat geschrieben:Auf dem 2. u. 3. Foto handelt es sich um eine andere Bienenart, ist das eine Carnica-Biene?
L.G.



Hallo Boro,
ich habe meine Imkerei aus selber eingesammelten, herrenlosen Schwärmen zusammengesetzt. In der Gegend meines Bienenstandes, hat jeder Imker andere "Rassen", von Unterarten kann man eigentlich nicht mehr sprechen, da es wirklich meistens Züchtungen sind. Es gibt zwar immer mehr Imker, die auf standbegattete Reinzuchten zurückgreifen. Da aber alle auf andere Unterarten schwören, bringt das bei Schwärmen aus der Umgebung auch nur mässig etwas.
Die Mehrheit der Imker züchtet einfach mit den eigenen Bienen weiter. Die Unterart ist da meist ein nachrangiges Kriterium zur Auslese. Es zählen vor allem Leistungsfähige und sanfte Bienen.
Die alten Unterarten sieht man den Bienen - besonders den Königinnen - aber schon noch an. Welche Drohnen allerdings, von welchem Volk oder gar Stand stammen, kann man nicht sagen. Ausserdem verfliegen sich Arbeitsbienen öfter als man gemeinhin annimmt, und "betteln" dann um Aufnahme im neuen Volk. Wenn sie von einem Sammelflug zurückkehren, ist das meist auch kein Problem, die Wächterinnen erkennen, dass es sich bei der voll beladenen Biene nicht um einen Räuber handeln kann.
So gibt es in jedem Volk unterschiedlich gefärbte Individuen
Meine Völker unterscheiden sich vom Verhalten und vom Aussehen im Grossen und Ganzen aber schon. Das Volk das du angesprochen hast, würde ich vom aussehen her auch Carnica-Biene bezeichnen.
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Re: Rätsel-Thread

Beitragvon Boro » Freitag 4. Mai 2018, 07:01

Nachdem sich niemand an der Auflösung des Rätsels vom 1.5. beteiligt, löse ich es hiermit auf: Es handelt sich um Ilex aquifolium, einen immergrünen Strauch/Baum, der mit seinen kleinen, unscheinbaren Blüten (Durchmesser viell. 7mm) als Insektenmagnet entpuppt: Das ununterbrochene Summen der Honigbienen ist deutlich hörbar. Ich habe schon darauf hingewiesen, dass auch Wespen- und Hornissenköniginnen die kleinen Blüten besuchen. Ich habe im Garten drei Ilex-Bäume: Neben der erwähnten Art Ilex camelliifolia und Ilex crenata.
L.G.
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Re: Rätsel-Thread

Beitragvon Bielefant » Freitag 4. Mai 2018, 15:21

Neben dem Namen Ilex kenne ich noch den deutschen Namen Stechpalme und Hollywood soll auf ein Ilex-Wäldchen hinweisen.
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Re: Rätsel-Thread

Beitragvon Merkur » Montag 7. Mai 2018, 12:19

Was stellt dieses Monument dar?

Baska-Glag._0126.jpg
Rätselhaft..
Fotografiert am 27.04.2018 auf der Insel Krk, Kroatien.

MfG,
Merkur
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Re: Rätsel-Thread

Beitragvon Bielefant » Montag 7. Mai 2018, 18:02

ToLL. Ich mag soLche RätseL, durch die man andere KuLturen kennenLernt.
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Re: Rätsel-Thread

Beitragvon MBM » Montag 7. Mai 2018, 18:27

Gefunden:
Die Kroaten sind stolz auf die Steinplatte von Baska mit der ältesten slawischen Schrift. Deshalb wurde auf der Insel Krk der "Glagolithische Pfad" angelegt, hier die Darstellung des Buchstaben "L".
Danke für das Rätsel!
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Re: Rätsel-Thread

Beitragvon Boro » Donnerstag 10. Mai 2018, 15:23

Zugegeben das ist ein schwieriges Rätsel, eher für Botaniker geeignet. Aber auch im Forum haben wir sicher Leute, die derzeit mit offenen Augen durch den (einigermaßen naturbelassenen) Garten gehen!
Foto: Roman Borovsky
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_MG_7013.JPG
Dieses obale Gebilde hat eine Länge von etwa 3 cm
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Re: Rätsel-Thread

Beitragvon Steffen Kraus » Donnerstag 10. Mai 2018, 15:51

Hallo,
ich würde auf eine noch nicht ausgefärbte Silver Dollar Pflanze (Lunaria annua) tippen.
Gruß, Steffen
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,,es ist nicht wichtig, was andere denken wenn man kommt, es ist wichtig was sie denken, wenn man geht!
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Re: Rätsel-Thread

Beitragvon Merkur » Donnerstag 10. Mai 2018, 16:49

Steffen Kraus hat Recht! https://de.wikipedia.org/wiki/Einj%C3%A ... ilberblatt
Ich habe gerade noch mal im Garten nachgesehen, wo die Pflanze seit Jahren immer wieder aufkommt. Die paarweise Anordnung der Samenanlagen (grüne "Trommelschlegel") in den Schötchen habe ich auch gefunden, doch sieht man öfter weniger regelmäßige Anordnungen.
Schote oder Schötchen? - Eine beliebte Frage in Botanik-Prüfungen! :D
Die Schote ist mindestens doppelt so lang wie breit, das Schötchen ist allenfalls ein wenig länger als breit. Schötchen können aber eben doch recht groß werden, und bei manchen Pflanzen gibt es eher kleine Schoten. ;)
Danke an Boro für das nette Rätsel!
Ich wünsche noch einen schönen Vadderdach!
Merkur
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