Messor barbarus - Haltungsbericht von Mathias

Unterfamilie: Myrmicinae

Messor barbarus - Haltungsbericht von Mathias

Beitragvon Mathias » Donnerstag 17. April 2014, 21:24

Messor barbarus Haltungsbericht von Mathias


Taxonomie
-Familia: Formicidae (Ameisen)
--Subfamilia: Myrmicinae (Knotenameisen)
---Tribus: Pheidolini
----Genus: Messor Forel, 1890
-----Subgenus: -
------Species: Messor barbarus (Linnaeus, 1767)
-------Subspecies: Messor barbarus barbarus (Linnaeus, 1767); Messor barbarus gallaoides Santschi, 1929; Messor barbarus mediosanguineus Donisthorpe, 1946; Messor barbarus nigricans Santschi, 1929; Messor barbarus politus Karavaiev, 1912; Messor barbarus sahlbergi Forel, 1913; Messor babarus santschii Emery, 1908

Allgemeines
Heimat: Mittelmeerraum
Habitat: Sonnige Stellen, Sandgebiete, feucht-warm, ~26°C.
Kolonie: monogyn
Koloniegröße: mehrere 1000 Arbeiterinnen
Koloniealter: 20 - 25 Jahre.
Gründung: claustral, Haplometrose
Arbeiterinnen: Polymorph, Minor bis Major mit fließenden Übergängen.
Nestbau: Sandnester; Wichtig: Trockenanteil für Körner und Puppen, Feuchtanteil für Larven und Eier.
Nahrung: Zoophagie, Graniphagie
Winterruhe: 4 Monate, kein obligatorischer Nestverschluss

Aussehen/Färbung
Minors-Majors: hochglänzend, Corpus schwarz; Caput der Majors rot-braun bis schwarz;
Königinnen: Corpus schwarz, Caput rot-braun bis schwarz;
Männchen: ?

Größe
Minors-Majors: ca. 3-14mm
Königin: ca. 15 - 18mm
Männchen: ca. 7 - 8mm

Entwicklungsdauer
Arbeiterinnen: ca. 45 Tage

Besonderheiten
Messor barbarus ernährt sich, wie jede zur Gattung Messor zählende Art, fast ausschließlich granivor. Darunter versteht man die Herstellung des sogenannten Ameisenbrotes. Dabei werden die Körner unter großem Energieaufwand zerkleinert und mit Enzymsäften aus der Labialdrüse vermischt. Dadurch wird die Stärke in Glucose umgewandelt, welche dann als Nahrung dient. Da das Ameisenbrot nicht lange haltbar ist wird immer nur ein kleiner Teil der eingelagerten Körner verarbeitet und verbraucht.

Haltung
Empfohlen für Anfänger: geeignet
Temperatur:
Tag: 24 - 28°C
Nacht: 23 - 24°C
Feuchtigkeit: Feuchter und trockener Nestanteil erforderlich, Luftfeuchtigkeit 60% - 70% in der Arena. Es gibt Hinweise darauf, dass ein eher trockenes Nest positiv auf das Wachstum wirkt.[1]
Nest: Ytong, Gips, Sandnest
Formicariengröße: Minimum 50x30 cm für kleine Kolonien.
Formicarienzubehör: -
Bodenbeschaffenheit: ?
Sonstige Haltungsinformationen: -

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Re: Messor barbarus - Haltungsbericht von Mathias

Beitragvon Mathias » Freitag 18. April 2014, 13:15

Vorwort:

Es ist endlich soweit. Nach nur 45 Monaten (ja richtig gelesen es sind 45 Monate ) eröffne ich endlich den geplanten Haltungsbericht für meine Messor barbarus Kolonien. Ich habe für mich persönlich ein kleines Ameisentagebuch geführt und werde dieses hiermit rückwirkend veröffentlichen. Da die Kolonie aber noch bei mir ist und auch noch lange bleiben wird, werde ich diesen Haltungsbericht in Zukunft immer weiter aktualisieren mit neuen Berichten. Rückwirkend betrachtet war doch einiges los während der Haltung, es gab viele Hochs und Tiefs, aber lest am besten selbst .


Donnerstag, den 21. April 2009:

So, heute am Dienstag, den 21.4.09 beginnt die Geschichte von zwei Messor barbarus Jungköniginnen. Ich war extra im Anstore-Laden und habe die beiden Damen persönlich abgeholt und mit mir als Geleitschutz sicher nach Hause begleitet .
Nur damit keine Unklarheiten entstehen, jeder Königin hat ihr eigenes Reich in Form von jeweils einem Reagenzglasnest. Damit jeder genau weiß, von welcher Königin ich immer spreche schreibe ich hier im Tagebuch immer von Königin Nr. 1 und Königin Nr. 2 (bzw. später Kolonie Nr. 1 und Kolonie Nr. 2).
Königin Nr. 1 hat 6 (kleine und große) Larven und zwei Eier. Die Königin 2 hat leider keine Larven, jedoch ein Eierpaket. Ich habe beide RG´s in eine schön gepolsterte Box getan, damit die Kolonien ruhig und im Dunkeln liegen können. Mir ist bei beiden Königinnen aufgefallen, dass sie kaum auf Bewegung der RG´s und auf Licht reagieren, sondern eher ruhig bleiben. Soweit ich mich richtig erinnere war meine erste Messor barbarus Königin vor ein paar Jahren das genaue Gegenteil. Gut das reicht erst einmal für heute. Jetzt kriegen beide Königinnen erst einmal ihre wohlverdiente Ruhe.

Koloniegrößen kurz gefasst:
Königin Nr. 1: 6 Larven und 2 Eier
Königin Nr. 2: ein Eierpaket


Montag, den 25. April 2009:

Heute habe ich mal ganz vorsichtig nachgeschaut, wie es meinen beiden Königinnen geht. Es sieht sehr gut aus. Die Reagenzglasnester sind in Ordnung, Wassertank ist schön voll und was mich am meisten gefreut hat ist, dass beide Königinnen jetzt mehr Brut haben. Königin Nr. 1 hat jetzt 7 (kleine und große) Larven und ein Eierpaket. Königin Nr. 2 hat 3 kleine Larven und ebenfalls ein Eierpaket. Beide Königinnen waren auch heute nicht wirklich schreckhaft. Als ich die Box geöffnet habe, ist nur die Königin Nr. 2 mit einer Larve kurz hin und her gelaufen, hat sich aber dann sofort wieder beruhigt.

Koloniegrößen kurz gefasst:
Königin 1: 7 Larven, ein Eierpaket
Königin 2: 3 Larven, ein Eierpaket


Donnerstag, den 28. April 2009:

Heute gibt es wieder Positives zu berichten. Beim Nachschauen, wie es den jungen Königinnen geht habe ich gesehen, dass Königin Nr. 1 schon eine Nacktpuppe hat. Des weiteren sind 7 (kleine und große) Larven und ein Eierpaket vorhanden.
Bei der Königin Nr.2 sind jetzt 4 (kleine) Larven und ein Eierpaket vorhanden.
Als ich die Box mit den beiden Reagenzglasnestern aufgemacht habe, hat das Licht nur die erste Königin gestört, da diese ein wenig nervös herumgelaufen ist. Die zweite Königin blieb einfach bei ihrer Brut, hat sich geputzt und nicht stören lassen.
So wie es bisher aussieht entwickeln sich beide Kolonien wunderbar und werden das auch hoffentlich weiterhin tun (dreimal auf Holz klopf).

Koloniegrößen kurz gefasst:
Königin Nr. 1: 1 Puppe, 7 Larven, ein Eierpaket
Königin Nr. 2: 4 Larven, ein Eierpaket

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Re: Messor barbarus - Haltungsbericht von Mathias

Beitragvon Mathias » Freitag 18. April 2014, 13:17

Dienstag, den 3. Mai 2009:

Da sich nicht viel getan hat, gibt es heute nur ein kurzes Update zu den

Koloniegrößen kurz gefasst:
Königin Nr. 1: 5 Puppe, 3 Larven, ein Eierpaket
Königin Nr. 2: 1 Puppe, 7 Larven, ein Eierpaket


Freitag, den 6. Mai 2009:

Da sich nicht viel getan hat, gibt es heute nur ein kurzes Update zu den

Koloniegrößen kurz gefasst:
Königin Nr. 1: 8 Puppe, 6 Larven, keine Eier
Königin Nr. 2: 2 Puppe, 10 Larven, keine Eier


Donnerstag, den 12. Mai 2009:

Hurra, die erste Pygmäe ist erwacht . Die Kolonie 1 hat schon eine erste Pygmäe, welche noch nicht ganze dunkel gefärbt und auch noch etwas träge ist. Sie scheint also frisch geschlüpft zu sein. Außerdem sind noch 9 weitere Puppen vorhanden, wovon eine schon leicht dunkel gefärbt ist.
Bei der Kolonie Nr. 2 ist jetzt eine Puppe vorhanden,welche sich ebenfalls leicht dunkel färbt. Es wird also auch hier nicht mehr lange dauern und dann haben beide Königinnen einen eigenen kleinen Hofstaat. Zur Feier des Tages gab es für beide Königinnnen/Kolonien Hanf-, Kresse- und Alfalfasamen. Die Samen habe ich zum Teil zerdrückt, damit die Königinnen diese nicht erst knacken müssen.

Koloniegrößen kurz gefasst:
Königin Nr. 1: 1 Pygmäe, 9 Puppen, 4 Larven und 2 Eierpakete
Königin Nr. 2: 3 Puppe, 9 Larven, 1 Eierpaket


Zwischenbemerkung:

Aufgrund eines Festplattenausfalls ist ein Teil der alten Daten nicht mehr vorhanden. Daher Fehlt der Teil bis zum Frühjahr 2010. Hier jedoch eine kurze Zusammenfassung der Vorgänge.
Eine der beiden Kolonien hatte bis zur Winterruhe rund 50 Arbeiterinnen und die andere rund 40. Ich habe beide Kolonien leider erst Ende Dezember in die Winterruhe geschickt. Aus der Winterruhe habe ich beide Kolonien im März geholt, so dass sie mindestens 3 Monate Winterruhe hatten. Die kleinere Kolonie habe ich dann an einen anderen Halter verkauft, damit ich mich voll und ganz auf eine Kolonie konzentrieren konnte.
Die genauen Temperaturen und Luftfeuchtigkeitswerte weiß ich nicht mehr. Da ich die beiden Kolonien während der Gründungsphase in einer dunklen Box in meinem Schrank gehalten habe, waren die Temperaturen wohl zwischen 20 °C und 23 °C. Nachdem die ersten Pygmäen da waren, gab es immer wieder alles mögliche von Honig über Zuckerwasser hin zu Obst, Insekten und Körnern. Eigentlich wurden nur Körner gut angenommen. Alles andere wurde nur wenig angerührt.

Meine Messor Kolonie im Reagenzglastnest vom 25.12.2009 (Ich zähle 40 Arbeiterinnen und Ihr? )
25.12.09 messor kolonie 2.jpg
25.12.09  messor kolonie.jpg


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Re: Messor barbarus - Haltungsbericht von Mathias

Beitragvon Mathias » Freitag 18. April 2014, 13:28

Mittwoch, den 3. März 2010

Ich habe die verbliebene Kolonie nach 3 Monaten Winterruhe Ende März wieder ins warme Zimmer geholt. Die Winterruhe hat die Kolonie im Keller von meinen Großeltern verbracht, da ich selber keinen Keller habe und keinen Ort, an dem ich das Terrarium hätte hinstellen können. Dort im Keller herrschten zwischen 5 °C bis 15 °C, je nachdem wie draußen die Temperaturen waren. Die Kolonie war während der Winterruhe doch recht aktiv. Es liefen immer ein paar Arbeiterinnen herum. Futter gab es nur in Form von Körnern, falls die vorhandenen zur Neige gingen.


Sonntag, den 11.April 2010:

Die Kolonie war in den letzten Tagen weniger aktiv, was aber bestimmt darauf zurück zu führen ist, dass ich umgezogen bin und die Kolonie jetzt drei Tage lang nur ca. 18 °C hatte. Dadurch kann ich gut erkennen, dass dies viel zu kühl ist. Jetzt kriegt sie wieder tagsüber 22 °C und in der Nacht kühlt es dann auf 18 °C ab. Ich werde allerdings bald ein neues Terrarium für die Kolonie machen und dann kriegt sie auch wieder deutlich wärmere Temperaturen.


Montag, den 12. April 2010:


Heute musste ich mit Schrecken feststellen, das zwei Minor Arbeiterinnen tot sind. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob sie heute erst gestorben sind oder ob sie schon länger tot waren und nur woanders hin getragen wurden. Als Futter gab es heute Banane, Honig, Bio-Salami und neue Körner. Gut angenommen wurden allerdings zuerst nur die Körner und später machte sich eine Arbeiterin über das Stück Bio-Salami her und schnitt eine kleine Fettecke ab. Also weiterhin sind fast nur Körner attraktiv, der Rest wird von mir immer weg gesammelt.


Dienstag, den 20. April 2010:

Bisher hat sich nicht viel ereignet. Ich habe der Kolonie heute einen sehr großen Berg neuer Samen angeboten und diese wurden begierig in ihr Reagenzglasnest eingetragen. Ansonsten sind die größten Puppen und Larven rund 1cm groß und daher schon sehr stattliche Major Arbeiterinnen. Da werden meine drei schon vorhandenen Majorarbeiterinnen wohl bald Zulauf bekommen. Insgesamt gibt es an Brut weiterhin mindestens eine große ca. 1 cm lange Puppe und ebenso große Larve. Viele Eier, mittelmäßig viele Larven und vor allem Puppen füllen ca. ein fünftel des ganzen RG Nestes aus. Vom Gefühl und meinen Beobachtungen her gibt es bisher keinen wahnsinnig großen Anstieg von Arbeiterinnen. Jedoch bin ich mir nicht sicher woran es liegt. Wahrscheinlich bin ich einfach zu ungeduldig. Ansonsten wäre es auch möglich, dass mir ein Zuwachs der Kolonie bei der Größe weniger auffällt und vielleicht passt sich die Kolonie auch dem Terrarium an, welches mit 30×20 doch ziemlich klein für eine solche Kolonie ist. Die Arbeiterinnenzahl beläuft sich ja mittlerweile auf ca. 70 bis 100 Arbeiterinnen. Ebenfalls ist mir aufgefallen, dass der Futtervorrat an Körnern sehr klein war. All diese Sachen könnten eine Rolle spielen. Die Hauptsache ist, dass es keine Toten gibt und eine Menge Brut vorhanden ist.


Mittwoch, den 21. April 2010:


Heute habe ich entdeckt, dass eine fette Spinne es sich hinter der Vogeltränke in der Ecke des Terrariums gemütlich gemacht hat. So eine Frechheit . Sie hatte ein kleines Nest gewebt und ich habe sie prompt mit heißem Wasser übergossen. Sie war sofort tot und ich hoffe, dass sie keine Arbeiterinnen gefressen hat und selbst wenn sie ungefährlich ist für meine Ameisen, fühle ich mich ohne sie viel wohler. Tja, da kommt halt mein Mutterinstinkt der jungen Kolonie gegenüber durch


Sonntag, den 25. April 2010:

Die letzte von vier großen Puppen ist immer noch komplett weiß und es wird wohl noch ein wenig dauern, bis die schlüpft. Ansonsten ist weiterhin einiges an Brut vorhanden, aber die großen Arbeiterinnen sind immer noch selten und somit ein Highlight für mich.

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Re: Messor barbarus - Haltungsbericht von Mathias

Beitragvon Mathias » Freitag 18. April 2014, 13:34

Mittwoch, den 28. April 2010:

Die Kolonie gedeiht weiterhin gut. Die letzte Puppe der vier größeren färbt sich langsam bräunlich. Somit dürften bald vier weitere große Arbeiterinnen die Kolonie unterstützen. Vorfreude ist doch noch die schönste Freude.


Sonntag, den 2. Mai 2010:

Heute ist es endlich soweit. Die Kolonie bekam ein größeres Terrarium. Jetzt hat sie ein 60x30x30cm großes Terrarium mit einem großen Ytong als Nest. Der Ytong ist 30cm breit, 20cm hoch und 10cm tief. Den ganzen Tag über wurde das Nest inspiziert und nach ein paar Stunden wurden alle Samen, die gelagert wurden in das Ytongnest getragen. Jedoch blieb der Großteil der Kolonie weiterhin in dem RG Nest. Ansonsten ist am Anfang sehr viel los gewesen, so dass ca. 20 Arbeiterinnen ständig im Terrarium herumgelaufen sind.

Hier sind ein paar Bilder vom neuen Nest, welche am 17. Juni 2010 entstanden sind.
6786-s-33e7.jpg
6786-r-02e7.jpg
Mittwoch, den 28. April 2010:


Samstag, den 19. Juni 2010:

Innerhalb der letzten ca. 2 Wochen sind rund 8 Arbeiterinnen gestorben. Davon waren sieben Minor Arbeiterinnen und eine war eine kleine Media Arbeiterin. Ich hoffe, dass es einfach nur die ersten Arbeiterinnen waren und es auf die Dauer kein Problem gibt. Ansonsten sind es jetzt rund 150 Arbeiterinnen und auch schon zwei große Major Arbeiterinnen mit 1,2cm bis 1,3cm Größe, wobei ich nicht der Genaueste bin beim Schätzen . Die Major Arbeiterinnen trauen sich allerdings nur Abends oder Nachts kurz aus dem Nest und sind oft in der Nähe der Königin. Manchmal wünsche ich mir auch so eine schöne Leibgarde . Mir ist aufgefallen, dass viele Arbeiterinnen draußen herum laufen, wenn es nach 22 Uhr und das Licht schon eine Stunde aus ist. Sie scheinen bei mir eher Abends aktiv zu sein. Puppen, Larven und Eier sind nach wie vor in großer Menge vorhanden, so dass sie bestimmt ein Drittel von einem Reagenzglasnest füllen könnten.

Hier neue Bilder der deutlich größer gewordenen Kolonie vom 7. September 2010:
6786-u-3417.jpg
6786-v-c16a.jpg
6786-w-6364.jpg

Da hat sich einer der größten Majorarbeiterinnen in Szene gesetzt:
6786-x-182b.jpg


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Re: Messor barbarus - Haltungsbericht von Mathias

Beitragvon Mathias » Freitag 18. April 2014, 13:44

Dienstag, den 19. April 2011:

Die Kolonie wurde am 25.3 aus ihrer Winterruhe geholt und hat diese gut überstanden. Während der Winterruhe gab es jedoch auch eine Zeit, in der viele Arbeiterinnen gestorben sind. Im nach hinein betrachtet, lag das Sterben wohl daran, dass ich das Nest nicht oft genug befeuchtet habe.
Nachdem die Kolonie wieder im Warmen war, war sie noch ein paar Tage recht träge, wurde dann aber wieder aktiver. Während der Winterruhe sammelte sich an der Oberfläche immer mehr „Müll“. Dieser wurde innerhalb von ein paar Tagen wieder in eine Ecke getragen. Somit war das Terrarium wieder schön sauber. Messor barbarus scheint da sehr ordentlich zu sein, wobei das „zukoten“ der Scheibe doch nicht ganz so sauber ist . Es sind insgesamt mindestens 150 Arbeiterinnen und Brut ist jetzt auch wieder gut vorhanden. Ich habe das Gefühl, dass seit dem Ende der Winterruhe einiges an Brut dazugekommen ist. Außerdem gab es für die Kolonie Bienenmaden, Zuckerwasser und verschiedene Körner. Seit die Kolonie etwas größer geworden ist werden auch Zuckerwasser und Insekten besser angenommen. Diese Beobachtung passt auch zu den Aussagen von anderen Messor barbarus Haltern. Es gibt allerdings weiterhin fast täglich neue Tote. Da ich den Müllhaufen aber nicht täglich weg mache, kann ich nicht genau sagen ob es sich um frisch oder alte gestorbene Arbeiterinnen handelt.


Mittwoch, den 25. Mai 2011:

Heute gab es wieder eine Bienenmade und Drosophila. Beides wird immer gerne angenommen, da es viele Larven gibt. Ich befeuchte das Ytongnest alle 2 bis 4 Tage und die Temperaturen liegen zwischen 20 und 22 °C. Wie ich schon in der Winterruhe festgestellt habe, ist das Befeuchten des Nestes sehr wichtig. Bei einem zu trockenen Nest sterben vermehrt Arbeiterinnen und das ist natürlich nicht wünschenswert.


Samstag, den 13. August 2011:

Im Juni habe ich der Kolonie ein neues Formikarium zur Verfügung gestellt inklusive eines neuen Nestes. Das Alte war teilweise leicht angeschimmelt und ich fand es durch die sehr hohen Kammern nicht mehr optimal. Das neue Formikarium hat ein liegendes Ytongnest, welches von Sand und Kies umgeben war.
Beim Umsetzen habe ich den alten Ytong in das neue Terra gestellt und versucht mit Austrocknen, und am Ende sogar mit Licht, die Kolonie zum Umzug zu bewegen. Jedoch ist diese Kolonie extrem Nesttreu gewesen. Erst nach dem leichten Öffnen des alten Nestes ist die Königin mit dem Gefolge umgezogen. Durch den Umzugsstress sind leider einige Arbeiterinnen gestorben.


Freitag, den 09. Dezember 2011:

Seit dem 2.11 ist meine Kolonie bei meinen Großeltern. Na so langsam sind sie es ja gewöhnt im Hotel Oma und Opa zu überwintern . Dort sind die Temperaturen rund 10 °C +/-7 °C und mein Opa schaut regelmäßig nach Ihnen und befeuchtet das Nest wöchentlich. Insgesamt schätze ich die Kolonie nun auf rund 300 Arbeiterinnen. Im Laufe der letzten vier Monate gab es kaum tote Arbeiterinnen. Obwohl recht viel Brut vorhanden war, gab es keinen großen Anstieg der Arbeiterinnenanzahl. Jedoch ist das für mich schwer richtig einzuschätzen. Insgesamt ist der Zuwachs aber nicht schlecht, wenn man die Toten der letzten Winterruhe und durch den Umzug bedenkt. Im nächsten Jahr wird es bestimmt steil bergauf gehen, da ich dann darauf achte, dass es ihnen so gut wie möglich geht. Außerdem haben sie jetzt ein Formikarium mit Löchern von Antstore. Daher ist ein Umzug kein Problem mehr, falls das aktuelle Nest zu klein wird.


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Re: Messor barbarus - Haltungsbericht von Mathias

Beitragvon Mathias » Freitag 18. April 2014, 13:46

Mittwoch, den 18. April 2012:

Nun ist es schon wieder soweit und ein neues Jahr hat begonnen. Ich habe die Messor barbarus Kolonie Ende März von meinen Großeltern abgeholt und damit die Winterruhe beendet. So wie letztes Jahr hat es ein paar Tage gedauert, bis die Arbeiterinnen wieder langsam in Schwung kamen. Überwintert haben wie immer nur wenige Larven. Jedoch gibt es schon weiteren Nachwuchs, da einige Eierpakete zu erkennen sind. Ich halte die Kolonie zur Zeit noch bei normaler Zimmertemperatur, welche zwischen 20 °C und 22 °C liegt. Als Futter gab es verschiedene Körner, Insekten und verdünnten Honig. Alles wird gerne angenommen und ein ordentlicher Vorrat an Körnern wurde auch schon wieder angelegt.


Dienstag, den 28. August 2012:

Seit meinem ersten Eintrag dieses Jahres ist doch einiges passiert. Die Kolonie hat einige neue Arbeiterinnen bekommen und nach reichlichem hin und her habe ich mich entschieden der Kolonie ein Erdnest anzubieten. Das Alte Ytongnest wurde langsam zu klein für die Kolonie. Dank der Anschlussbohrungen konnte ich das Becken mit einem weiteren 40x30cm großem Becken verbinden. Das neue Formikarium wurde zum Teil bis auf 15cm mit Sand aufgefüllt. Als Sand habe ich eine Mischung aus Termite Sand von Antstore und normalem Kinderspielsand genommen. Dank des Termite Sandes wird das Gemisch hart wie Stein und hält bombenfest. Ich habe mich dafür entschieden, da ich dadurch keine Angst haben muss, dass das Nest einstürzt. Egal ob der Sand feucht oder trocken ist, er bleibt in seiner Form bestehen. Als dann der heiß erwartet Tag kam wurde das neue Formikarium nur wenig besucht und untersucht. Etwas enttäuscht ging ich an dem Tag ins Bett. Jedoch erwartete mich am nächsten Tag der ersehnte Anblick. Überall wurde gebuddelt und es war einiges los. Am vierten Tag nach dem Anschließen des neuen Nestes ist die Kolonie umgezogen. Ich hatte das alte Nest ein paar Tage nicht mehr befeuchtet und die Erwärmung des neuen Erdnestes überzeugte die Kolonie doch sehr schnell zum Umzug. Dieses mal zum Glück ohne Probleme und ohne stressbedingte Todesopfer. Leider hatte ich die Königin nicht gesehen, da diese umgezogen ist, als ich arbeiten war. Hauptsache ist aber, dass das neue Nest der Kolonie gefällt und es ihr gut geht.


Donnerstag, den 20. Dezember 2012:

So wie es aussieht habe ich dieses Jahr nicht viel über meine Messor Kolonie berichtet. Dies wird sich hoffentlich in der Zukunft ändern . Trotz des Erdnestes kann man die Kolonie super von unten beobachten. Dazu schiebe ich das Formikarium einfach soweit über die Tischkante, bis ich von unten alles sehen kann. Insgesamt hat die Kolonie jetzt rund 700 bis 800 Arbeiterinnen, was mich sehr freut.
Im Sommer habe ich das Erdnest an einer Seite erwärmt und so konnten sich im Nest unterschiedliche Wärmezonen bilden. Dank des Termite Sandes brauchte ich beim Befeuchten keine Angst haben, dass etwas einstürzt. Leider wird die Feuchtigkeit nicht sehr gut weitergeleitet, sodass das Befeuchten des Nestes ganz unten sehr schwierig ist. Ich habe alle paar Tage mit einer Spritzflasche den Sand oben befeuchtet und natürlich wurde immer Wasser in einer Vogeltränke extra angeboten. Ich weiß nicht, ob das nur ein Hobby meiner Kolonie ist aber immer wenn frisches Wasser in der Vogeltränke war, haben die Arbeiterinnen innerhalb von ein paar Tagen Sand so angebaut, dass sich das Wasser in den Boden gezogen hat. Eigentlich lustig, wenn man nicht ständig das Wasser neu auffüllen müsste .
Seit heute ist die Kolonie auch wieder in der Winterruhe. Da die Kolonie mittlerweile doch sehr groß geworden ist, wollte ich das Erdnest nicht weit transportieren, daher fällt das alte Winterquartier bei meinen Großeltern weg. Nach einigem Suchen hat sich überraschenderweise unsere Vorratskammer als geeignetes Winterquartier herausgestellt. Dort herrschen im Durchschnitt 9 °C bis 15 °C. Das ist für meine Messor ausreichend, also ging es wieder ab in die Winterruhe. Rückblickend bin ich meist spät dran mit der Winterruhe aber mit mindestens 3 Monaten Ruhe geht es der Kolonie sehr gut. Allerdings habe ich den Vorsatz dies ab nächstem Jahr zu ändern.

Hinweis:
Da ich diesen Haltungsbericht erst seit diesem Jahr hier eröffnet habe gibt es recht wenig Bilder. Sobald meine Kolonie aber aus der Winterruhe zurück ist, werde ich hier regelmäßig berichten, was passiert und dies mit schönen Bildern untermalen. Es wird sich bestimmt so mancher wundern, warum ich oft in unregelmäßigen Abständen die Einträge geschrieben habe. Das liegt daran, dass ich mich nicht immer mit gleicher Muße meiner Kolonie gewidmet habe. Es gab Zeiten, in der ich viel anderes zu tun hatte und daher keine Einträge vorhanden sind. Dies wird sich aber für 2013 ändern. Also auf ein neues, erfolgreiches und farbiges Jahr.


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Re: Messor barbarus - Haltungsbericht von Mathias

Beitragvon Mathias » Freitag 18. April 2014, 14:57

Samstag, den 9. Februar 2013:
Heute gibt es einen kleinen Zwischenbericht. Da meine Messor Kolonie noch in der Winterruhe ist gibt es nicht sehr viel zu berichten. Ich befeuchte die Erde wöchentlich und vor einer Woche gab es auch wieder ein paar neue Körner, welche langsam aber stetig nach unten ins Nest transportiert wurden. Ansonsten fouragieren immer ein paar Arbeiterinnen im ruhigen Tempo. Da auf dem "Müllhaufen" keine neuen Arbeiterinnen zu entdecken sind gehe ich davon aus, dass die Winterruhe bisher keine bzw. kaum Todesopfer fordert.

Damit ihr einen kleinen Einblick erhaltet, wie es zur Zeit im und auf dem Erdnest aussieht gibt es im Anhang ein paar neue Bilder.

Hier ist das Formikarium/Erdnest von zu sehen und der Müll wird immer brav auf den "Müllhaufen" geworfen.
nest oben.jpg
Nestansicht von oben


Hier das Erdnest von unten fotografierte. Man erkennt Brut, Körner und viele Arbeiterinnen.
brut unten.jpg
Viel Brut ist vorhanden
nest unten.jpg
Das Erdnest von unten Bild 1
nesten unten 2.jpg
Erdnest von unten Bild 2


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Re: Messor barbarus - Haltungsbericht von Mathias

Beitragvon Mathias » Freitag 18. April 2014, 15:01

Dienstag, den 26. März 2013:

Heute beginnt für mich der Frühling …..
Endlich habe ich meine Messor barbarus Kolonie aus der Winterruhe geholt. Sie war somit etwas länger als drei Monate in der Winterruhe. In den letzten paar Wochen herrschten 14°C bis 16°C im Formikarium und die Kolonie war weiterhin wenig aktiv.
Jedoch dauerte es nicht lange und nach ein paar Stunden waren viele Arbeiterinnen draußen am fouragieren und nahmen gierig Wasser auf. Da ihr Samenvorrat nicht mehr all zu groß war bot ich neue Samen an, welche nur langsam und wenig angenommen wurden. Das ist aber auch logisch, da es nur sehr wenige Brut (nur Larven) gibt.
Mein neues Gipsnest habe ich natürlich auch gleich angeschlossen, welches schön groß ist und guten Einblick bietet. Zu dem Baubericht geht es hier lang. Baubericht
Zum anschließen des neuen Becken mit Gipsnest habe ich das fertige Beckenverbindungsset von Antstore genommen, welches bombenfest sitzt und seht stabil ist. Schließlich soll das ganze auch dicht sein und eine Weile halten. Um das neue Gipsnest attraktiver zu gestalten habe ich an eine Seite eine 10Watt Heizmatte gelegt und den Rest abgedunkelt. Nach ein paar Stunden und gefühlt ein paar Tagen (Ihr kennt es bestimmt, wenn man davor sitzt und darauf wartet, dass die ersten Arbeiterinnen das neue Nest erkunden ) fand die erste Arbeiterin den Weg dorthin. Mit der Zeit wurde das neue Nest stark frequentiert. Sehr interessant ist, dass am Anfang fast nur Arbeiterinnen zwischen 0,9mm und 1,3mm dort nach dem Rechten schauten. Erst viel später kamen auch kleinere zum inspizieren dazu. Falls jemand eine Erklärung dafür hat, würde mich das sehe interessieren. Dazu könnt ihr mir dann im Diskussionsthread schreiben.

Samstag, den 30. März 2013:

Die Kolonie ist sehr schnell umgezogen und sitzt seit Dienstag Nacht nun im neuen Nest. Dieses ist schon fast halb voll und ich werde wahrscheinlich in den nächsten Wochen ein Neues, noch Größeres, machen müssen. Ach ja, irgendwie macht mich die Aussicht glücklich .
Schließlich wird es ja auch Zeit, dass meine neu gekauften Erweiterungsbecken zum Einsatz kommen. So, zurück zu dem Bericht. Nachdem die Arbeiterinnen die Vogeltränken regelrecht gestürmt hatten, war in den folgenden Tagen fast nichts mehr los. Ich vermute, dass zum einen der erste große Durst gestillt wurde und zum zweiten bildet sich teilweise Kondenswasser an der Scheibe im Nest.
Als Futter wurden mehrere Mehlwürmer angeboten und auch angenommen. Dazu gab es dann Mariendiestelsamen, Kleesaat, Goldhirse und Buchweizen. Die größeren Mariendistelsamen und Buchweizensamen wurden fast komplett liegen gelassen. Der Rest ist jedoch ins neue Nest und in den Zwischenschlauch getragen worden. Bisher scheint meine Kolonie weiterhin keine großen Samen zu mögen. Im neuen Nest habe ich im Gegensatz zum alten Erdnest auch wieder Einblick ins Nestleben. Ich konnte etliche Brocken Ameisenbrot erkennen und auch die Königin höchst persönlich konnte ich endlich finden. Sie befindet sich auf der Seite des Gipsnestes, welches keine Heizmatte hat und daher feuchter und kühler ist. Das bisschen, was an Brut vorhanden ist liegt jedoch auf der Seite, wo die Heizmatte ist. Ich bin auch schon ganz aufgeregt bei dem Gedanken, dass bald sehr sehr sehr viel Brut dort liegen wird .
Bilder werden nächste Woche folgen. Ich werde mir Sonntag eine sehr gute Makro Kamera von meiner Mutter ausleihen, damit ich gestochen scharfe Bilder machen kann.

3. April 2013

Hallo Leute,
wie versprochen kommen jetzt ein paar aktuelle Bilder. Ich hoffe Sie gefallen euch und machen diesen Haltungsbericht noch ansehnlicher .
alte nest von unten.jpg
Ein Blick auf das alte Erdnest von unten. Ich habe mich schon gewundert wo die ganzen neuen Körner hin sind ;)

altes erdnest.jpg
Altes Erdnest. Hier kann man sehr gut sehen, wie stark das Erdnest unten ausgehöhlt wurde.

nest andere seite.jpg
Ein Blick in das neue Nest von der einen Seite.

nest linke seite 2.jpg
Hier die andere Seite.

Ameisenbrot 1.jpg
Es ist viel Ameisenbrot in verschiedenen Farben vorhanden.

drei kammern.jpg
Ein guter Einblick in das Alltagsleben im Nest.

einige larven.jpg
Das ist ein Teil der aktuellen Brut.

lecker ameisenbrot.jpg
Hmmm, lecker Ameisenbrot :).

media arbeiterinn im nest.jpg
Schöne Aufnahme einer Major-Arbeiterin.

königin 1.jpg
Da die Königin immer schnell weg wollte, sobald das Licht ins Nest viel war es gar nicht so einfach sie vor die Linse zu bekommen. Doch am Ende hat es geklappt.

media arbeiterinn.jpg
Hier ist ein besonders schön gefärbte Major-Arbeiterin zu sehen.

media arbeiterinn in arena.jpg
Eine Media-Arbeiterin auf Futtersuche.


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Haltungsbericht meiner Messor barbarus Kolonie
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Re: Messor barbarus - Haltungsbericht von Mathias

Beitragvon Mathias » Freitag 18. April 2014, 15:16

Montag, den 15. April 2013:

Heute gab es mehrere frische Schinkenstücken und Fettstücken. Für meine Messor war das anscheinend ein Festmahl, den alles wurde sofort eingetragen und vollkommen umringt angefressen. Die vorhandenen Larven entwickeln sich prächtig. Es sind schon einige Puppen vorhanden, die alle um die 5mm bis 7mm groß sind. Was mich aber am meisten fesselt, sind die Larven, welche schon bis zu 9mm groß sind und richtig schön „fett“ wirken .
Die nächste freudige Nachricht ist, dass ich endlich die ersten Eierpakete entdecken konnte. Somit hat die Kolonie 3 Wochen nach der Winterruhe angefangen richtig los zu legen.
Ameisenbrot gibt es jedenfalls in Hülle und Fülle und auch Körner werden schon fast in Massen eingetragen. Das alte Erdnest wird weiterhin als Körnerkammer genutzt und mittlerweile ist fast der halbe Glasboden mit Körnern bedeckt (40cmx30cm Becken). Es sind also fleißige Damen am Werk.
Fast vergessen hätte ich meine „Volkszählung“. Dazu habe ich in Fotos ausgezählt und bin dann auf eine ungefähre Anzahl von 1000 Arbeiterinnen gekommen. Da bin ich mal auf die nächste Volkszählung im Herbst gespannt .
Da ich mir ein neues Becken gekauft habe, wurde dieses sofort angeschlossen und ist über ein 2m langen Schlauch zu erreichen. Noch wurde das neue Becken nicht erkundet, aber ich bin gespannt. Im neuen Becken gibt es als Überraschung viele neue Samen und Körner.
So, zum Schluss gibt es noch zwei Bilder:

es wird gearbeitet.jpg
Ganz eifrig werden neue Körner eingetragen.
mehlwurm wird eingetragen.jpg
Die fleißigen freuen sich über einen toten Mehlwurm.


Freitag, den 31. Mai 2013:

So, es ist endlich wieder Zeit für einen neuen Bericht .

In den letzten 7 Wochen wurde viel gewuselt in den Terrarien. Mittlerweile ist viel Brut vorhanden und es sind ständig frisch geschlüpfte Arbeiterinnen aller Größen zu sehen. Besonders die großen Majore sehen mit noch hellen Köpfen wunderschön aus.
Das Gipsnest ist nun fast voll mit Brut und Arbeiterinnen. Das angeschlossene Terrarium, was früher das Erdnest war, wird weiterhin als Körnerkammer genutzt und wären alle Arbeiterinnen aus der Körnerkammer und der Arena in dem Nest, wäre es wahrscheinlich überfüllt. Das bedeutet, dass ich mir jetzt doch schon konkrete Gedanken über ein neues Nest machen werde. Das schwierige dabei ist, dass es zwar groß sein muss aber auch gut zu transportieren, da wir in den nächsten zwei Monaten wahrscheinlich umziehen werden. Falls jemand eine super Idee dafür hat, dann immer her damit . Meine Überlegungen waren eigentlich ein großes Ytongnest zu machen, welches dann extern steht und mithilfe eines Wassergrabens mit äußerem Raupenleimring gesichert werden sollte. Nur ist so ein großes Ytongnest transportsicher?

Na gut, zurück zum eigentlichen Thema. Abgesehen von der starken Vermehrung gibt es natürlich noch mehr zu berichten . Es gibt zum Beispiel fast keine Toten, was mich angesicht der großen Anzahl an Arbeiterinnen überrascht und sehr freut. Ansonsten ist das dritte Formikarium nun Teil des ständig belaufenden Territoriums. Am Anfang gab es dort immer neue Samen aber nun ist dort ein Abfallhaufen entstanden. Sehr löblich, da das die Stelle ist, welche am weitesten von dem Nest entfernt ist. Der Schlauch ist 2m lang und bietet eine schöne Laufstrecke. Sobald jedoch wieder Samen im Formikarium Nr. 3 sind, ist innerhalb von einer halben Stunde eine sehr stark frequentierte Straße vorhanden. Umso größer die Kolonie wird umso schöner sind die Straßen zum Körnertransport zu beobachten.

In den letzten Wochen habe ich bis auf Körner und Wasser nichts weiter angeboten und die Kolonie scheint damit super zurecht zu kommen. Dennoch werde ich ab und zu mal ein paar Mehlwürmer und zuckerhaltiges Speisen anbieten.

Da ich mir demnächst wieder die Kamera meiner Mutter ausleihen werde, kann ich dann auch wieder neue Bilder posten. Damit kann man den starken Zuwachs am besten zeigen .

4. Juni 2013
Hallo,
hier erst einmal ein paar neue Bilder. Auf dem Bild ist einiges los, da ich gerade wieder Schinkenstücken gefüttert habe. Diese gehen weg wie warme Semmeln und während des Eintragens und auch danach war das gesamte Terrarium voll mit Arbeiterinnen.
bild 2.jpg
Der leckere Schinken wird eingetragen.
bild 3.jpg
Der lecke Schinken wird immer noch eingetragen :).


Hier wollte ich nochmal ein Bild zeigen, wie es jetzt im Nest aussieht. Fast alle Kammern sind voll mit Arbeiterinnen und es gibt viel Brut. Als Vergleich gibt es dazu nochmal ein Bild vom April diesen Jahres. Im Vergleich dazu ist die Brut um ein vielfaches größer und dabei ist im anderen Teil des Nestes noch mehr Brut.
DSC_2992 bearbeitet.jpg
Altes Bild vom Nest.
bild 1.jpg
Neues Bild vom Nest.


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Haltungsbericht meiner Messor barbarus Kolonie
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Re: Messor barbarus - Haltungsbericht von Mathias

Beitragvon Mathias » Freitag 18. April 2014, 15:24

Mittwoch, den 26. Juni 2013

Heute ist mir etwas großartiges gelungen!!!
Ich habe endlich das Loch gefunden, durch das meine Messor immer abhauen. In den letzten paar Wochen sind ab und zu ein paar Arbeiterinnen draußen um das dritte Formikarium herum gelaufen. Ich habe diese immer wieder rein gesetzt und nach Lücken in meinem Ausbruchsschutz gesucht aber keine gefunden. Dann habe ich zum testen die Deckel auf die Formkarien gemacht um auszuschließen, dass ich sie doch eine Lücke gefunden haben. Doch trotzdem waren hin und wieder ein paar draußen. Bisher waren sie aber sehr brav und haben nur um das Becken herum ausgekundschaftet .

Als ich heute nach Hause kam konnte ich sehen, wie eine Arbeiterin sich durch ein fast unsichtbares kleines Loch in der Ecke des dritten Formikariums durchzwängt. Das Loch ist in dem Aquariensilikon unten in einer Ecke. Beim ausleuchten mit meiner Lampe sind die drei Arbeiterinnen, welche draußen waren, schnell wieder in das Becken geflüchtet. Als Notlösung habe ich erst einmal Panzertape über das Loch gemacht. Dieses sieht man auch auf dem zweiten Bild. Da ich mir bald ein neues großes Becken hole, werde ich das alte dann wohl abmachen und erst einmal neu kleben müssen. Das wichtigste, nämlich das Schlupfloch, wurde entdeckt und zu gemacht .

Ansonsten gedeiht die Kolonie weiterhin prächtig. Es sind mehrere Hundert Larven, Eier und Puppen vorhanden und auch Körner werden gerne und schnell eingetragen. Die Temperaturen im Nest sind Tagsüber zwischen 27°C und 30°C, je nachdem welche Stelle, da die Heizmatte nur die Hälfte des Nestes direkt erwärmt. Die Feuchtigkeit liegt bei diesen Temperaturen bei rund 30% bis 40%. Abends ist die Temperatur bei ca. 22°C bis 25°C und die Luftfeuchtigkeit liegt bei 60% bis 80%.
Insgesamt scheint es also sehr gut zu passen, da ja viel Brut vorhanden ist. Allerdings sind 30°C nur anfangs für die Brut ok. Nach mehreren Stunden wird die Brut zum Teil in etwas kühlere Bereiche mit rund 28°C gebracht.

So ich hoffe euch freut es genauso wie mich, dass es weiterhin gut voran geht .
Falls ja dann würde ich mich über ein Kommentar im Diskussionsthread freuen, da dort noch recht wenig los ist und mir auch noch keiner eine Antwort auf meine letzte Frage geschreiben hat. Also los, schreiben, schreiben, schreiben.

Ausbruch.jpg
Hier ist die Ecke mit dem Miniloch zu sehen, welches von außen mit Panzer-Tape zugemacht wurde.
Müllhalde.jpg
Ein Bild von oben auf das dritte Formikarium mit dem Miniloch. Das Becken ist als Müllhalde auserkoren worden :).


Dienstag, den 24. September 2013:

Da nun ca. 3 Monate seit dem letzten Update vergangen sind wird es mal wieder Zeit für ein neues Update.
In der letzten Zeit hat sich allerdings nicht sehr viel getan bei meiner Kolonie. Außer natürlich ein stetiger Arbeiterinnenzuwachs.
Ich bin im August in unser neues Haus umgezogen und die Kolonie hat den Umzug sehr gut überstanden. Der Umzug war jedoch recht aufwendig, da ich das Nest und zwei weitere große Becken nicht auseinander machen wollte bzw. konnte Das ganze musste von 3 Leute gleichzeitig getragen werden. Das sah vielleicht lustig aus . Nachdem der Transport fertig war, war zwar recht viel Gewusel los aber nach ein paar Stunden kehrte schon wieder alltägliche Ruhe ein.
Die Kolonie hat weiterhin wenige tote Arbeiterinnen und es ist immer viel Brut im Nest. Da ich bisher noch keine Zeit hatte das neue Nest zu bauen mussten meine Messor den Platz nutzen, der vorhanden war. Das bedeutet, dass jetzt das Nest, das erste Becken und sogar der lange Verbindungsschlauch als Nest genutzt werden. Im dritten Becken wird weiterhin der Müll abgeladen. Die Temperatur ist seit dem Umzug etwas kühler, da ich keine Heizmatte mehr am Nest habe. Das heißt die Temperaturen schwanken zwischen 19 °C und 24 °C.
Ich hoffe, bald wieder schöne Fotos machen zu können und vor der Winterruhe noch einmal eine Volkszählung machen zu können .


Freitag, den 11. Oktober 2013:

Es gibt endlich wieder Neuigkeiten. Mein neues Nest ist fast fertig und daher gibt es jetzt auch ein paar Bilder dazu . Einen ausführlichen Baubericht wird es aufgrund mangelnder Zeit leider nicht geben.
Dieses mal ist es wieder ein Nest aus Y-tong geworden. Insgesamt ist es 40cm hoch, 60cm breit und das ganze mal zwei, da ich die Vorderseite und Rückseite mit Kammern gefertigt habe. Das Nest werde ich als ein externes Nest nutzen, und als Anschluss verwende ich wie immer einen Beckenverbinder für 27mm große Schläuche. Soweit zur Kurzinfo. Bei genaueren Fragen dazu, bitte einfach im Diskussionsthread oder eine PN an mich schreiben .
So nun zu den neusten Ereignissen in meiner Messor Kolonie. Die Aktivitäten sind reduziert worden und beim letzten Einblick in das Nest konnte ich nur noch Larven vorfinden. Daher gehe ich davon aus, dass die Winterruhe langsam begonnen hat. Da ich jedoch das neue Nest bald anschließen möchte, werde ich die Temperaturen im neuen Nest etwas erhöhen. Dadurch erhoffe ich mir einen schnellen Umzug und dann kann es auch schon ab in die Winterruhe bei ca. 15 °C gehen. Aktuell sind rund 20 °C bei der Kolonie, was im Verhältnis zum Sommer schon eine deutliche Absenkung der Temperaturen darstellt. Da ich am Sonntag wieder die Möglichkeit habe, mit einer guten Kamera Fotos zu machen, wird es auch bald einen ausführlicheren Bericht geben.
Frontansicht.jpg
Seitenansicht des neues Nestes.
schräge Ansicht.jpg
Das neue Nest ist fertig.

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Re: Messor barbarus - Haltungsbericht von Mathias

Beitragvon Mathias » Freitag 18. April 2014, 15:28

Sonntag, den 13. Oktober 2013:

Trotz einer etwas geringeren Aktivität habe ich das neue Nest angeschlossen. Um das Nest attraktiver zu machen, habe ich von beiden Seiten Heizmatten an die Scheiben gelegt. Zusätzlich habe ich in das Futterbecken noch frische Körner gestreut. Da das Nest an das Futterbecken angeschlossen ist, wollte ich dadurch eine höhere Anzahl an Arbeiterinnen anlocken.
Im Laufe des Tages wurde das Nest von ein paar wenigen Arbeiterinnen erkundet. Für den Anfang ist das schon recht gut und ich hoffe, dass ein Umzug dieses Jahr noch möglich ist.


Samstag, den 19. Oktober 2013:

Wer gehofft hatte, dass ich jetzt einen schönen Bericht mit guten Umzugsfotos machen werde, den muss ich leider enttäuschen . Meine Messor Kolonie zieht es vor im alten Nest zu bleiben. Allerdings war die Woche nicht ganz ereignislos für mich, den schon nach einem Tag wölbte sich eine der beiden Plexiglasscheiben vom neuen Nest durch die Wärme. Da bisher nicht viele Arbeiterinnen auf der Seite des neuen Nestes waren, habe ich die Plexiglasscheibe leider entfernen müssen. Durch die Wölbung hatte sich die Scheibe nämlich vom Ytong gelöst und war daher undicht. Zum Glück hatte ich noch eine richtige Glasscheibe da, welche ich dann schnell angeklebt habe. Zum Ankleben habe ich wie immer Aquariensilikon aus dem Baumarkt benutzt. Da allgemeine Winterruhe-Stimmung herrscht, ging das ganze schnell und ohne Probleme über die Bühne.
Selbst die frischen Körner vom letzten Wochenende wurden nicht alle eingesammelt und das wäre im Sommer nicht vorgekommen. Somit hat sich die Kolonie also schon richtig auf Winterruhe eingestellt. Tja, es kann halt nicht alles im Leben nach Plan verlaufen . Da ein Umzug also nicht mehr möglich scheint, habe ich angefangen meine Vorbereitungen für die Winterruhe zu treffen. Ich habe das Futterbecken entfernt und somit ist nur noch das Nest und das alte Erdnest/Formikarium vorhanden. Damit lassen sie sich leichter transportieren und es gibt mir die Möglichkeit, das Futterbecken ausgiebig zu putzen. Leider sind 8 Arbeiterinnen im „neuen Nest“ geblieben und wollen dort auch partou nicht raus.
Ich werde in den nächsten Tagen das neue Winterquartier frei räumen. Somit wäre dies eine frühe Winterruhe für meine Messor barbarus Kolonie. In den letzten Jahren war ich immer etwas spät dran. Zum Spaß und als kleinen Überblick habe ich nochmal alle Zeiten rausgesucht:


Messor barbarus Winterruhe:
1. Winterruhe von Ende Dezember 2009 bis Anfang März 2010 (3 Monate)
2. Winterruhe vom Oktober oder November 2010 bis zum 25. März 2011 (4 bis 5 Monate)
3. Winterruhe vom 2.11 oder 9.11.2011 bis März 2012 (ca. 3 bis 4 Monate)
4. Winterruhe vom 18.12.12 bis 26.03.13 (ca. 3 Monate)
5. Winterruhe (mal schauen von wann bis wann )


Freitag, den 25. Oktober 2013:

Seit dem 20.10.13 ist meine Kolonie nun im Winterquartier. Dort waren bis letztes Wochenende Temperaturen zwischen 7 °C und 15 °C, also ideal. Ironischer Weise sind die Temperaturen draußen seit dieser Woche wieder recht hoch und schlagen mir fast ein Schnippchen. Sie sind jetzt zwischen 13 °C und 19 °C. Das ist zwar nicht mehr optimal, aber immer hin schon fast kühl genug für eine ausreichende Winterruhe. Meine Kolonie ist Abends und Nachts noch sehr aktiv im Erdnest-Becken und trägt auch tatsächlich noch Körner ein. Ich biete aktuelle Kolbenhirse am Stiel an :).

Jetzt gibt es noch ein paar neue Bilder :
Wasser und Körner.JPG
Alles was die Kolonie braucht. Wasser und Körner :).
Nesteingang 2.JPG
Gut bewachter Nesteingang 2.
Nesteingang 1.JPG
Gut bewachter Nesteingang.
Nesteinblick.JPG
Mal wieder ein Nesteinblick.
Abfallbecken.JPG
Ein Blick auf den Futtermüll eines halben viertel Jahres.
Arbeiterin im Futterbecken.jpg
Eine Arbeiterin im Futterbecken (bzw. Abfallbecken :).

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Re: Messor barbarus - Haltungsbericht von Mathias

Beitragvon Mathias » Montag 21. April 2014, 21:34

Montag, den 21. April 2013:

Für meine Messor Kolonie heißt es seit dem 7.4.14 „Willkommen im neuen Jahr“ :).
Damit sind es rund 5 ½ Monate Winterruhe gewesen oder in Tagen ausgedrückt wären es 138 Tage ohne das geschäftige Treiben meiner Kolonie. Es war die längste Winterruhe und es scheint ihr in keiner Weise geschadet zu haben. Innerhalb der letzten zwei Wochen ist die Kolonie lamgsam richtig „wach“ bzw. aktiv geworden. Jetzt sind rund um die Uhr sehr viele Arbeiterinnen aktiv im Formikarium und auch die ersten Larven haben sich schon verpuppt. Neue Eier konnte ich bis heute allerdings noch nicht erkennen.
Diesen Winter habe ich die Temperaturen durchgehend gemessen und am Ende ein Diagramm angefertigt. So kann man die maximalen und die minimalen Temperaturen über die Winterruhe hinweg verfolgen. Sollte sich jemand Fragen, warum die Temperaturen im November 2013 so niedrig waren, hier kommt die Erklärung. In unserem neuen Haus haben wir eine Art Wintergarten/unbeheiztes Zimmer und dort habe ich die Kolonie hingestellt. Am Anfang war es von der Temperatur her ok. Doch, was ich nicht wusste war, dass es dort doch sehr kalt werden kann. Das ist natürlich passiert, als die Temperaturen draußen tief runter gingen. Also habe ich die Kolonie wieder zu meinen Großeltern in den Keller gebracht und dort herrschen optimale Temperaturen für eine Messor Kolonie.

Temperaturverlauf Diagramm.jpg
Temperaturverlauf für die Winterruhe 2013/14
Temperaturverlauf Diagramm.jpg (29.72 KiB) 5744-mal betrachtet


Da ich in der Winterruhe natürlich meinen Tatendrang irgendwie ausleben wollte, habe ich einen extra Schrank gebaut für meine Kolonien.
Den Schrank habe ich komplett selber gebaut und bin sehr stolz darauf. Wie man im Bild sieht, ist unten ein Schrankteil mit Tür. Dort sind alle meine Ameisen-Utensilien drin. In den oberen 3 Etagen kann ich meine Kolonien unterbringen. Daher habe ich auch für die Zukunft genug Platz für unzählig viele Becken :).

Ameinschrank klein.jpg
Der schöne neue Ameisenschrank.
Ameisenschrank ameisen.jpg
Die ersten Bewohner ;).


Zum Schluss gibt es hier noch ein paar aktuelle Bilder. Diese sind mit meinem Handy gemacht und daher nicht ganz so detailliert wie die vorherigen.

Brutbild 1.jpg
Brut ist wie immer viel vorhanden.
Brutbild 2.jpg
Und noch mehr Brut :).
Wassertank.jpg
Wie immer ist der Wassertank ein beliebter Treffpunkt im Formikarium.


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